SPALTUNG

So so, Geimpfte sollen Nicht-Geimpften gegenüber bevorzugt werden?
Geht’s noch, Herr Maas?
Die Gesellschaft ist ohnehin schon gespalten, aber mit dieser Äußerung, dass Geimpfte beispielsweise früher wieder in Restaurants und Kinos gehen sollen dürfen und das unter einem Credo für Grundrechte? Schlimm, sehr sehr schlimm, Herr Minister, was haben Sie sich dabei nur gedacht?

Nun könnten wir uns ja freuen, dass aus dem Gesundheitsministerium Widerspruch kommt, aber … Was soll dieser Unsinn in der Argumentation, dass „man doch noch gar nicht wisse, ob Geimpfte noch ansteckend seien?“
Ich muss mal langsam bis 10 zählen, sonst heb ich hier raketenmäßig ab.

Ich bin gerade mächtig wütend auf einen vereidigten Minister und Gehaltsempfänger dieses Landes, der sich erdreistet, mit seiner Ansage für eine Bevorteilung geimpfter Mitbürger ganz offen zu spalten. Es ist ja jetzt schon schlimm genug, dass Menschen in aller Öffentlichkeit einen Bogen umeinander schlagen, weil … wer weiß, ob der andere nicht infiziert ist?
Vielleicht sollten wir uns öffentlich kennzeichnen, falls die Gefahr besteht?
Sorry, wenn ich mir mal eben Luft machen muss, sonst platze ich.

Entrüstet bin ich darüber, dass man uns Menschen m. A. n. verschaukelt. Die manipulative, täglich mehrfach mit bedrohlich gewählten Worten und dramatischem Unterton in der Stimme der Nachrichtenmoderatoren veröffentlichte Statistik über Neu-Infizierte und Tote ist schon schrecklich. Furchtbarer noch finde ich, dass sich in der Bevölkerung nichts rührt, ich vermisse, dass zumindest mal Zweifel in Betracht gezogen werden und die Menschen sich vieler, anderer zur Verfügung stehender Quellen bedienen; wie beispielsweise Feststellungen angesehener Wissenschaftler renommierter Universitäten dieser Welt, um sich eine EIGENE Meinung zu bilden und eine gewisse Objektivität zu erlagen.
Und jetzt verlautet aus dem Bundesgesundheitsministerium, dass man ja noch nicht wisse, ob Geimpfte noch ansteckend seien. Eine Leuteverdummung erster Klasse, finde ich.
Jeder Mensch weiß doch, dass eine Impfung in erster Linie den eigenen Körper vor einer Infektion/Erkrankung schützen soll. Wer (zurzeit) infiziert/erkrankt ist, wird gar nicht geimpft. Hat’s bei noch keiner Impfung gegeben. Geimpft wird nur, wer gesund ist.
Andernfalls hätten meine Doktoren mich ja belogen.

Und ich bleibe auch dabei: Man kann mit allerlei Viren behaftet sein, ohne es zu spüren, und viele Menschen anstecken. Ob die dann krank werden, bleibt dem Virenträger in aller Regel unbekannt. Ob sie womöglich schwer erkranken, bleibt auch verborgen – und da braucht es keinen Covid 19. Aber vielleicht erkrankt von denen auch keiner.
Seit dieser unseligen Viren-Krise müssen aber plötzlich Schuldige ausgemacht werden.
Das macht nicht mal vor Kindern Halt. Ich habe Enkelkinder, und wenn ich höre, dass sie mich nicht anstecken mögen, weil ich ja dann sterbe – also, das finde ich, ist schon starker Tobak. Die Sorge in den Gesichtern, die Angst, schuld zu sein. Unfassbar! Wie kann kleinen Kindern sowas „eingeimpft“ werden? Und das waren nicht ihre Eltern, das muss ich hier betonen!
Da sind die Kleinen schon mal psychisch vor-geimpft. Wie grausam, wie schrecklich und wie unabsehbar nachhaltig schlecht für die sich noch entwickelnden Individuen unserer menschlichen Gesellschaft. Aber das haben unsere Politiker offensichtlich nicht bedacht, vermutlich, weil sie daran kein Interesse haben.
Haben unsere verantwortliche Politiker eigentlich Kinder? Enkelkinder? Neffen und Nichten? Muss ich mal recherchieren …
Und Menschen, denen die Lust am Leben noch nicht vergangen war/ist, die sich treffen und das Beisammensein genießen … Oh, ich habe entsetzliche Unterhaltungen erlebt, in denen mit hasserfüllten Blicken die harsche Rede geschwungen wurde, dass man solche „Superspreader“ gar nicht hoch genug bestrafen könne. Am besten vermutlich gleich wegsperren. Wenn ich mich daran erinnere, kriege ich noch eine Gänsehaut des Grauens.

Also die Spaltung ist schon vor der dreisten Äußerung des Herrn Außenministers vorhanden gewesen: Im einen Lager jene, die blindlings und ohne zu fragen oder gar zu prüfen wie blöde Schafe (sorry, ihr lieben Schafe) hinter ihren Herren herlaufen und glauben und beten, was ihnen als Wahrheit verkauft wird. Im anderen Lager jene, die sich die Freiheit nicht nehmen lassen werden, selbst zu denken, zu prüfen und zu fragen, um dann auch offen zu kritisieren und nach Antworten zu verlangen.

Ich bin erschüttert, denn in Anbetracht der Tatsache, dass „die Zahlen nicht besser werden“, stehen nun vermutlich weitere Einschränkungen an, es ist zum Heulen! Und so werden die Menschen (Schafe) weiterhin das Lied ihrer Herren blöken, drastischer wahrscheinlich, und andere, die es nicht, tun verunglimpfen und zumindest verbal „handgreiflich“ maßregeln wollen. Mannomann, seit wann leben wir denn in Moralapostelistan?
Und demnächst gibt es womöglich einige, die geimpft glücklich ihre Freiheiten zurückerhalten, die man ihnen nie hätte nehmen dürfen – und einige andere, die in die Röhre gucken sollen, weil sie anderer Meinung sind bezüglich Gesundheit und Wohlergehen und sich eben nicht impfen lassen möchten.
Da kriege ich Angst, denn das, fürchte ich, wird sich niemand mehr gefallen lassen!

Ich bete für die Wahrheit.
Gute, treue Wahrheit, die immer ihren Weg ans Tageslicht findet. Je später, umso schlimmer, vor allem, weil es hier nicht um eine Handvoll Menschen oder eine Gruppe geht, sondern um die ganze Welt.

Vereinsamung und emotionale Verblödung

Homeoffice für Menschen, die allein leben – und virtueller Schulunterricht und Online-Spiele für Kinder … schlimm, schlimm, schlimmer! Wenn der Mensch ohne den Menschen auskommen soll, wird es um die ohnehin Einsamen und die nächste Generation nicht gut bestellt sein.

Wer allein lebt und eigentlich tagtäglich ins Büro fährt, wird in „Zeiten wie diesen“ zu schätzen wissen, dass es das soziale Netzwerk von Vorgesetzten und Kollegen gibt. Der kurze Plausch am oder im Aufzug, die kleine Unterhaltung in der Teeküche und der wahrscheinlich auch privatere Austausch in der Mittagspause … und das alles freilich ohne Gesichtsbedeckung, was die Metakommunikation erleichtert. Doch das ist derzeit nicht möglich. Falsch! Es ist möglich, aber nicht ERLAUBT.
So ein Mensch, der inzwischen fast ein Jahr allein in seinem Homeoffice vor sich hin arbeitet, OHNE all diese menschlichen Begegnungen, wird „in Zeiten wie diesen“ leiden. Das mag dramatisch klingen, denn es gibt doch das tröstliche Internet, die Zoom- und Telefonkonferenzen … obendrein spart man sich den Weg zur Arbeit. Ohne Stress nur vom Küchentisch hinüber zum Schreibtisch laufen … null CO2-Produktion (sieht man mal vom eigenen Atem ab). Man muss sich noch nicht mal besonders kleiden. Auch im Schlafanzug kann man am heimischen Schreibtisch arbeiten, und für eine Zoom-Konferenz wirft man sich eben mal einen Pulli über und richtet das Haar.
Doch die menschliche Nähe ist durch nichts zu ersetzen. Ebenso wie die direkte zwischenmenschliche Kommunikation.
Ein allein lebender Mensch, der jetzt weder privat noch beruflich mit anderen Menschen in unmittelbaren, lebendigen Kontakt kommt, gerät in Gefahr depressiv zu werden.
Das ist keine Schwarzmalerei, das ist FAKT.

Mit Sorge blicke ich vor allen Dingen auf Kinder, die sich derzeit nur noch virtuell verabreden und statt auf dem Spielplatz an der frischen Luft zu spielen im Sessel sitzen und mit ihren Freunden Online-Spiele veranstalten. Nachdem sie schon vier bis fünf Stunden Online-Unterricht hatten, „treffen“ sie nach dem Mittagessen gleich die Freunde für irgendein Spiel, das sie mit Handy und Tablet veranstalten.
Keine Bewegung in der Natur. Kein Toben nach Herzenslust. Keine spielerischen Rangeleien, keine Nähe zu Kameraden.

Und nun soll nochmals VERSCHÄRFT werden. Die Maßnahmen zur Eindämmung, Eingrenzung, Kontrolle eines unsichtbaren Gegners unseres Organismus: Covid 19.
Ich denke, schärfer kann es doch gar nicht mehr werden!

Ich fürchte für allein lebende Menschen eine erhebliche Zunahme von Vereinsamung und Depression. Ich fürchte für Kinder, die in „Zeiten wie diesen“ – und sie sind noch lange nicht zu Ende und (ich befürchte weiterhin) werden es auch noch ewig lange Zeit nicht sein – die Gefahr emotionaler Verblödung.
Was nämlich nicht bedacht wird, ist die enorme Wichtigkeit von körperlicher Nähe nicht nur zu den Eltern und Geschwistern, sondern auch zu anderen Menschen im Umfeld: Verwandte, Freunde, Schulkameraden … hier lernt der junge Mensch empathisch zu werden. Empathie wird einem nicht in die Wiege gelegt, sie wird erlernt. Virtuell ist das nicht möglich. Wenn also emotionale Intelligenz künftig weiterhin Mangelware wird, nimmt vermutlich die emotionale Verblödung deutlich zu? – Zugegeben eine drastische These. Aber doch nicht abwegig, oder?

Der Mensch wird aus Erfahrung klüger?

Erst mal: ein kleines Rechenbeispiel: Weltweit haben wir ca. 1.994.000 an und in Verbindung MIT Covid 19 Verstorbene. Bei 7.800.000.000 Menschen weltweit ist das ein Prozentsatz von 0,025 % der Weltbevölkerung.
Vergleich Spanische Grippe von 1918–1920: Nimmt man den Mittelwert der geschätzt zwischen 20.000.000 bis 50.000.000 Toten, also 35.000.000, ergäbe das angesichts der damaligen Weltbevölkerung von (nur) 1.800.000.000 einen Anteil von 1,2 %.
Also relativ viel höher im Vergleich zu heute. Übersterblichkeit sieht anders aus.

Ja, ich sehe manchen Kopfschüttler, weil man ja die Zeiten nicht vergleichen kann. Aber Virus bleibt Virus. Auch damals, also 1918–1920, gab es Einschränkungen und Maßnahmen wie Maskenpflicht und Verbot von Großveranstaltungen (von Massen sprach noch niemand), und doch fand die Virusmutation Wege, Menschen krank zu machen und meistens innerhalb von 9 Tagen sterben zu lassen; vorwiegend übrigens die Altersgruppe der 20–40 Jährigen; also Menschen in ihren leistungsstärksten Lebensjahren, WIRTSCHAFTSFAKTOREN.
Heute trifft es die Alten … das ist höchst bedauerlich, aber FAKT.
Viren sind intelligente und natürliche „Feinde“, eine Möglichkeit der Natur, für eine „Auslese“ zu sorgen. Ja, ich weiß, ich bewege mich gerade auf ziemlich glattes Eis. Aber wer sich mit Menschheitsgeschichte und Natur befasst, wird erkennen, dass die Natur eine solche natürliche Auslese veranstaltet, um zu ÜBERLEBEN. Meine Meinung! Und im Übrigen auch die vieler anderer Menschen, die sich das eigenständige Denken nicht nehmen lassen und nicht einfach hinnehmen, was Medien an Informationen für lukrativ nutzbar halten.

Tja, liebe Politiker, ob alle Menschen aus Erfahrung wirklich klüger werden, das bezweifle ich seit rund 30 Jahren doch sehr. Irgendwie haben wir uns alle verlaufen trotz aller Wissenschaft, oder vielleicht gerade wegen dieser?
Wir könnten uns in den Keller sperren, die Wirtschaft völlig plattmachen, und doch würde sich Covid 19 eins ins Fäustchen lachen, so er eines hätte. Viren sind intelligente Kleinstzeller, die sich weitaus flexibler anpassen, als uns Menschen das recht und lieb ist.
Ihr seht nicht, was ihr für die Zukunft an Schaden anrichtet, indem ihr gerade versucht, die Alten unter allen Umständen auf Kosten des großen Ganzen schützen zu wollen, indem ihr sie und alle anderen wegsperrt und isoliert, anstatt ausschließlich sie, die wirklich Betroffenen dieser Pandemie, zu schützen. Die nachfolgenden Generationen werden es euch sicher nicht danken, da sie die Last eurer wenig weitsichtigen Entscheidungen auszubaden haben.
Meine Enkel tun mir jetzt schon leid. Von den Entwicklungsbeeinträchtigungen, die sich zwangsläufig ergeben, mal abgesehen, werden sie auch den wirtschaftlichen und finanziellen Schaden eines Tages zahlen müssen.
Wenn ihr das unter Generationenvertrag versteht, wird mir schon wieder mal speiübel.

Die Impfung als Heilsbringer?

Ein großer Trugschluss.
Wer jetzt mal beobachtet, wie sich das Verhalten der Menschen bereits verändert hat, wie sie einen Bogen umeinander schlagen, wie sie sich anschauen … „ist der andere infiziert?“ … „kann der oder die mir gefährlich werden?“ … wie aggressiv sie über den Rand ihrer Maske blicken, weil einer die seine etwas unter Nase trägt oder die Maske kurz „lüftet“, um wieder vernünftig atmen zu können … dem kann nicht entgehen, dass die Menschheit deutlich GESPALTEN ist.
Verhalten zu ändern, dauert lange. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass der Weg zurück zu einem „normalen“ Verhalten mindestens doppelt so weit ist, wie der zu diesem unnatürlichen Verhalten, das wir derzeit aufgezwungen bekommen. Daran ändert und hierbei hilft keine Impfung.

Psychologen gefragt wie nie

Viele werden nicht ohne Hilfe aus ihrer Isolation heraus- und zu einem gesunden, normalen Miteinander mit anderen Menschen finden, in die sie die Maßnahmen gezwungen haben.
Manche haben ihrem Elend bereit ein Ende gemacht, doch über diese Zahlen wird nicht berichtet. Dennoch gibt es sie.
Gleiches gilt für Kinder, bei denen sich die Schäden erst in einigen Jahren offenbaren.
Psychologen werden gefragt sein, mehr denn je, dessen bin ich sicher.

Eine Welt ohne Gefühle?

Undenkbar? Bei weitem nicht. Wenn alles nur noch robotermäßig virtuell abläuft, keiner mehr seine Hütte verlassen muss/darf, alle möglichst weit auf Abstand bleiben … Es würde viele Probleme lösen, die unseren Planeten belasten. Wer mal genau hinschaut und zuhört, wer sich in die Vogelperspektive begibt und kritisch hinterfragt, wird erkennen, dass solche Gedanken nicht wirklich so daneben sind, wie sie von den sogenannten Verantwortlichen dieser Welt gern als „Verschwörungstheorie“ oder „Spinnerei“ oder in die Kiste von „Fake-News“ gepackt werden.
Unser Organismus wäre empfindlich, weil er sich nicht mehr natürlich trainiert, aber er wäre nicht mehr gefährdet, womöglich könnte man auftretende Ausnahmen „ausschalten“.
Auseinandersetzungen wären rein virtuell und würden nicht mehr in Kriege ausarten.
Leider würde die Liebe aussterben, die Leidenschaft, das Mitgefühl … virtuell bedingte emotionale Verstümmelung … keine natürliche Fortpflanzung … keine Überbevölkerung …

Grausige Aussichten

Nein, so muss es nicht kommen.
Und tatsächlich hoffe und bete ich dafür, dass auch bei anderen Menschen wieder ein DENKEN einsetzt. Ich bin entsetzt darüber, dass vermeintlich intelligente Menschen der Einschränkung unserer Grundrechte mit Kopfnicken zustimmen, es für richtig erachten, welchen Blödsinn wir derzeit treiben. Vermeintlich intelligent … aber vielleicht auch schon zu träge, um eigenständige Gedanken zu formulieren und kritisch zu hinterfragen, was das soll.
Tatsächlich überlege ich, mich dem Maskenzwang zu widersetzen.
Was kann schon passieren?
Die Aussicht, mich zu infizieren ist bei einer „Rate“ von ca. 0,53 % (Anteil Infizierter in Deutschland zur Gesamtbevölkerung in Deutschland) ziemlich gering.

Es wir ja immer wider Viren und ihre permanenten Mutanten geben.
Was werden wir demnächst wohl veranstalten, um diesen wichtigen, für uns notwendigen „Freunden“ Herr zu werden???

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Frohes Neues(?)

„Madame!“, hörte ich, aber ich fühlte mich nicht angesprochen.
„Madame!“, hörte ich wieder, dachte jedoch immer noch, ich sei nicht gemeint.
Ein Irrtum!
Ich hatte eine Filiale von ROSSMANN betreten, und ein kleiner, selbstverständlich vermummter Mann huschte hinter mir her, bis er mich entdeckte.
„Madame, Sie müssen einen Einkaufswagen nehmen!“, sagte er.
Ich war irritiert, denn außer, dass nur 35 Kunden in der kleinen Filiale sein dürften, war auf dem Plakat vor dem Eingang m. E. nichts weiter mitgeteilt. Und 35 Kunden waren noch nie gleichzeitig in diesem kleinen Laden.
„Für nur ein Spülmittel?“, fragte ich entgeistert zurück, ohne weiter nachzudenken.
„Bitte, Einkaufswagen. Wir müssen zählen … verstehen, wir müssen uns verstehen“, erklärte er, wie ich fand, hilflos.
Wütend stapfte ich zurück zum Eingang und zog einen Einkaufswagen heraus. Ebenso wütend ging ich an ihm vorbei, kaufte das Spülmittel gleich zweimal, weil ich spontan beschlossen hatte, diese Filiale so bald nicht wieder zu betreten.
Während ich zur Kasse ging, beobachtete ich mindestens 5 Kundinnen, die einen Einkaufskorb trugen. Wie viele Einkaufskörbe/Einkaufswagen standen im Eingangsbereich? Wo war der kleine Mann, der sie zählen wollte? Wie viele Kunden waren hereingekommen, während er hinter mir her huschte und jetzt, da ich wartend an der Kasse stand, gar nicht da war?

Ich zahlte, schob den Einkaufswagen zurück, und als ich den Laden verließ, stand der Mann etwas verborgen im Eingangsbereich und telefonierte. Offenbar der Filialleiter. Einer von vielen ständig wechselnden bei ROSSMANN …

Draußen überkam mich zum Ärger ein Kicheranfall. Wie bekloppt ist denn das, fragte ich mich. „Wir müssen uns verstehen“ und „wir müssen zählen“, und dann ist er gar nicht da, um zu zählen. Einem Kunden, der sich für einen Einkaufskorb entscheidet, diktiert er offensichtlich keinen Wagen. Wie ist denn so „zählen“ überhaupt möglich, wenn er im Laden rumrennt und den Eingang nicht kontrolliert?
Von wegen „uns verstehen“!!!

Im Auto fing ich an zu weinen. Ich war so traurig und bin so entsetzt darüber, wie unlogisch, unverhältnismäßig und DUMM die Menschen zurzeit agieren. Hatte ich noch gehofft, es würde allmählich besser, mache ich nun die Erfahrung: Es wird immer schlimmer. Dieser Lockdown-Scheiß (sorry) fördert des Menschen hässlichste Eigenschaften zutage.

Hinter mir liegt eine unruhige Nacht. Mir gingen im Halbschlaf viele Gedanken durch den Kopf. Es endete mit der Feststellung, dass der Mensch endgültig etwas verspielt, was ihn einst über alle Lebewesen der Erde erhob: Intelligenz und die Fähigkeit zu lernen, das Erlernte, sprich die Erfahrung, zu nutzen und Dinge in der Zukunft BESSER zu machen.
Doch er wird, so scheint’s mir, dumm und dümmer.

Traurig, so traurig.

Eigentlich hatte ich einen anderen Beitrag schon fast fertig geschrieben, in dem es auch um die Frage ging, ob nun alles besser wird, oder neu. Doch der hat sich überholt, fürchte ich. Nichts wird besser, und die Erkenntnis dieser Nacht gesellt sich zu der messerscharfen Erkenntnis, die mir eine Autorenfreundin gestern schrieb: Es wird nie wieder, wie es war. Und es wird nie wieder besser, als es ist.

Frohes Neues?
Abwarten …

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Wichtiger denn je

SelbstBEWUSST-SEIN.
EIGENverantwortung.
Intuition – Vertrauen ins BauchGEFÜHL.
KLARHEIT im Geist.

Verwirrrung

Wenn ich jetzt böse sein wollte, würde ich behaupten: Das haben sie gut hingekriegt.
Wer ist „sie“? Die scheinbar ratlosen Politiker, Wissenschaftler, alle sogenannten Fachleute.
Sie haben reichlich Verwirrung gestiftet, ups! Nein, verursacht. „Gestiftet“ klingt mir ein wenig zu sehr nach Vorsatz. Ausschließen will ich es aber nicht grundsätzlich – auch das gehört zur Verwirrung.
Ich habe volles Verständnis dafür, dass Menschen ratlos sind, dass Unwissenheit und Ungewissheit sie überfordert insbesondere dann, wenn sie eine große Verantwortung tragen und ihre Entscheidungen von äußerst großer Tragweite sind (Regierende z. B., die für ein ganze Volk verantwortlich sind). Es steht nirgends geschrieben, dass Menschen in verantwortungsvollen Positionen alles wissen und immer richtig entscheiden müssen.
Aus diesem Grund fällt es mir schwer zu verstehen, dass man in Bezug auf Covid 19 (gefühlt) einen „Sale der Entscheidungen“ veranstaltet hat. Maßnahmen verhängte, die weder logisch noch effektiv wirksam waren. Und jeder machte es anders.
Verwirrung auf allen Seiten schafft selbstverständlich weder Verstehen noch Klarheit und schon gar keine Sicherheit, sondern im Gegenteil: Die Angst war nie größer.

Schein-Klarheit

… ist das, was ich persönlich zurzeit in meinem Umfeld wahrnehme. Viele mir vertraute Menschen sind derart „coronamüde“ – oder treffender: coronazermürbt – dass sie inzwischen alles medial Verbreitete unkritisch als Fakten übernehmen. Ich erkenne in Gesprächen, wie stark sie fokussiert sind auf die Erlösung durch Impfen; was nur allzu verständlich ist. Sie bewahren sich einen kleinen Rest von Vorbehalt, aber sie haben die Scheuklappen ganz eng gestellt und sich in die endlose Reihe derer gestellt, die wie hypnotisiert einer dem anderen folgen nach … keine Ahnung, wohin das führt. Mich erinnert das an Sience Fiction-Filme, in denen Menschen wie Roboter hintereinander her marschierten (z. B. im Film „Die Zeitmaschine“ mit Rod Taylor von 1960), und dieses Bild taucht immer wieder vor meinem geistigen Auge auf.
Viele, ich vermute gar die meisten, Menschen haben sich eine Schein-Klarheit verschafft aufgrund der „Fakten“, die veröffentlicht werden. Was öffentlich ist, muss doch stimmen, denkt jeder. [Oder?] Und vor allem, wenn es von den „Öffentlich-Rechtlichen“ kommt, kann es doch nur wahr sein. [Oder?]
Die [ ] stehen dafür, dass die meisten sich dieses „Oder“ gar nicht mehr fragen.
Sie sehen die „Fakten“, die propagiert werden:
1. Covid 19 ist ein völlig neuartiges Virus.
2. Es ist sehr, sehr viel ansteckender als jedes andere bekannte Virus.
3. Es ist ansteckend, ohne dass man Symptome hat.
4. Es ist eine neuartige Lungenerkrankung.
5. Es gibt zahlreiche, jahrelang oder ewig bestehende Spätfolgen.
6. Man kann dem nur entkommen, wenn man sich separiert.
7. Es führt unweigerlich zum Tod, wenn man gewisse Voraussetzungen mitbringt.
8. Auch ohne „gewisse Voraussetzungen“ sterben Menschen.
9. Es ist schlimm, dass sooo viele Menschen täglich an und mit Covid 19 sterben müssen.
10. Die Impfung nur kann dieses Virus vertreiben.
Und sie hinterfragen es [lieber] nicht mehr. Im Gegenteil, ich erlebe auch, dass sie fast aggressiv werden, wenn ich es wage, diese „Klarheit“ freundlich, aber kritisch infrage zu stellen und auch entsprechend argumentiere.
Das fühlt sich nicht gut an und bereitet mir Sorge.

Andere Sichtweise

Eine solche muss nicht zwangsläufig die richtige sein. Ich glaube sogar, Ausschließlichkeit ist völlig fehl am Platz.
Ich gehe mal auf die o. g. Punkte ein:
1. Covid 19 heißt wissenschaftlich SARS-CoV-2 und ist nicht neuartig, sondern eine Mutation der großen Gruppe von Corona-Viren (die im Übrigen an jedem schweren grippalen Infekt beteiligt sind). Vielleicht mag man mir Wortklauberei vorwerfen, aber die Wortwahl und die Kommunikation in „dieser Zeit“ spielen eine nachhaltig wichtige Rolle!
2. Es ist ebenso ansteckend wie jedes andere Virus der Corona-Familie; erst die Fokussierung auf „Lebensgefahr“, verstärkt durch Horror-Bilder aus China und anderswo hat diese unsichtbare Gefahr unheimlich und bedrohlicher als alles andere erscheinen lassen.
3. Jede Infektion ist übertragbar, auch wenn man keine oder noch keine Symptome hat. SARS-CoV-2 macht da keinen Unterschied. Es ist geradezu perfide, diesen wissenschaftlich belegten Fakt jetzt derart herauszustellen.
4. Dass die Lunge bei Erkrankungen der oberen Atemwege mit Corona-Viren immer höchst gefährdet ist, ist auch nicht neu. Und wie man inzwischen weiß, ist eine Lungenentzündung nicht der klassische Verlauf einer Infektion mit SARS-CoV-2, jedoch für die schweren Verläufe; es sind darüber hinaus aber auch verschiedene andere zusätzliche Faktoren für einen schweren Verlauf verantwortlich (wie bei jeder Infektion, nicht nur bei Grippe).
Das Alter der Patienten vor allen Dingen. (Auch nicht neu: Ältere sterben häufig bis meistens an Lungenentzündungen, die mit einer Erkältung begonnen hatten. Sie sind naturgemäß anfälliger aufgrund eines geschwächten Immunsystems und schlechter Konstitution.)
Bei der Spanischen Grippe verstarb der überwiegende Teil der vor ca. 100 Jahren an A/H1N1 (Corona-Ableger) Erkrankten – immerhin 20 bis 50 MILLIONEN Menschen infolge einer rasant sich entwickelnden schweren Lungenentzündung, und zwar innerhalb von nur 9 Tagen. Die meisten Toten waren im Alter zwischen 20 und 40. Der Grund: A/H1N1 beeinflusste das in diesem Alter hochaktive Immunsystem, sodass es sich gegen den eigenen Körper richtete.
Heute trifft es vorwiegend die Alten und Schwachen der Bevölkerung, weil SARS-CoV-2 nicht wie der Kollege A/H1N1 im Immunsystem sein Unwesen treibt, sondern u. a. bei der Blutgerinnung. Alte und/oder immunschwache Menschen haben kein stabiles leistungsfähiges Immunsystem, jüngere zwischen 20 und 40 aber schon, zudem ist ihre Grundkonstitution altersbedingt schlechter (Organe, Gefäße … Embolien sind auch ohne Infekt keine Seltenheit und häufige Todesursache). Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 bleiben die 20- bis 40-Jährigen weitgehend verschont hinsichtlich schwerer Verlaufe.
5. Schon immer hatten Menschen nach einer Corona-Infektion eine länger andauernde Rekonvaleszenz-Zeit zu ertragen, in der sie sich abgeschlagen, leistungsunfähig und weiterhin krank fühlten. Sie kamen nur schwer wieder auf die Beine, von Fitness ganz zu schweigen (ich spreche aus Erfahrung). Nicht zuletzt aus diesem Grund warnen Ärzte, grippale Infekte niemals zu unterschätzen, weil Corona-Viren höchst aggressiv sind und auch nach einem Gefühl von Genesung lange Zeit noch aktiv im Körper herumschwirren.
Ebenso gab und gibt es immer auch unangenehme bis schwer belastende Spätfolgen, unter denen ehemals Erkrankte oft ein Leben lang leiden. – Also auch nichts Neues.
6. Sich separieren … hätten wir das nicht schon bei jeder Grippe-Welle tun müssen?
Bei der Grippewelle 2017/2018 verstarben fast 26.000 Menschen in Deutschland. Weder wurden Infektionszahlen oder Tote öffentlich gemacht noch wurden Maßnahmen verhängt, das Virus (egal wie es hieß) einzudämmen, kontrollieren, vertreiben zu wollen.
Separieren ist im Gegenteil schädlich. Allein sein und Einsamkeit machen besonders die älteren Mitmenschen erst recht krank. Und auch die jüngeren bleiben nicht verschont.
7. Die Folge einer SARS-CoV-2-Infektion ist nicht zwangsläufig der Tod, auch dann nicht, wenn man gewisse Vorerkrankungen hat. Jedoch erhöht der propagierte Hinweis auf den Tod die Aufmerksamkeit eines jeden. In Verwirrung und Panik mutiert der Mensch leicht zum Hypochonder, behaupte ich. Und wer hat keine Angst vor dem Tod? Ich denke, die wenigsten Menschen in unserer sogenannten Zivilisation sehen den Tod als das, was er ist: fester Bestandteil des Lebens. Die einzige Sicherheit, die der Menschen wirklich hat, und definitiv unausweichlich.
8. Dass SARS-CoV-2 sogar junge, vitale Menschen und selbst Kinder „erwischt“ bzw. diese damit versterben, ist schlimm und traurig. Es ist aber kein Hinweis darauf, wie sehr gefährlich dieses Virus ist, sondern es zeigt, dass eben auch junge Menschen sich in einer Situation befinden können, da das Immunsystem mit einer anderen wichtigen Aufgabe intensiv (!) befasst ist. Keiner weiß, welche Viren und Bakterien unseren Körper zu allen Zeit unseres Lebens befallen, die dem Immunsystem zu schaffen machen, ohne dass wir das überhaupt wahrnehmen.
Jedenfalls ist in einer solchen Immunitätslage eine SARS-CoV-2-Infektion eine mehr als erhebliche zusätzliche Last für einen jungen Körper, die im schlimmsten Fall den Tod bedeuten kann.
9. Bezüglich dieses Gedankens verweise ich auf meine Erläuterung zu Pkt. 6, dass „Zahlen“ erst seit SARS-CoV-2 diese unerhörte Relevanz erhalten haben.
10. Impfstoffe ließen immer lange auf sich warten. Nicht selten Jahre, sogar Jahrzehnte.
Doch plötzlich schießen Impfstoffe wie Pilze aus dem Boden und werden in kürzester Zeit zugelassen. Ohne auf das komplizierte Prozedere von Forschung, Entwicklung und Tests sowie der strengen Prüfung bei der Zulassung einzugehen (das alles kostet immens Zeit und Geld), erheben sich hierbei doch viele kritische Gedanken/Fragen.
Mir geht vor allem eines nicht aus dem Sinn: Wenn dieser Covid 19 neuartig, überaus brisant und ansteckender als ansteckend ist, Wissenschaft völlig im Dunkeln tappt hinsichtlich dieser Mutation und so viel Unwissenheit und Ratlosigkeit herrscht … Wie kann es sein, dass dann derart schnell wirksame Impfstoffe erforscht, entwickelt, getestet und zugelassen werden?

Das Individuum

… ist jetzt meiner Meinung nach absolut gefordert. Bei allem Gemeinschaftssinn war, ist und bleibt jeder Einzelne für sich selbst verantwortlich.
Niemand möchte krank werden, kein Mensch will „vor der Zeit“ sterben müssen. Es liegt in unserer Natur, unser Leben zu schützen. Und meistens verhalten wir uns unbewusst ganz intuitiv in diesem Sinne. Es ist unserer Intelligenz zu verdanken, dass wir lernfähig sind, unseren Verstand nutzen, uns klug verhalten, dass wir umsichtig, rücksichtsvoll und in Liebe handeln. Das bewirkt, dass wir uns selbst und Menschen, die uns nahestehen, schützen. Mit ihnen schützen wir indirekt weitere, denn auch unsere direkten Verwandten, unsere Freunde und Bekannten haben wiederum ihnen nahestehende Menschen, die sie schützen. Insofern ist ein verantwortungsvoller Schutz auch vor Ansteckung mit welcher Krankheit auch immer, weitgehend gewährleistet. Wenn ich erkältet bin, besuche ich niemanden, gehe auf kein Konzert oder sonst irgendeine Veranstaltung. Davon abgesehen, dass ich mich nicht danach fühle, mute ich mich auch anderen nicht zu.
Wenn jeder (wieder) so denkt und sich danach verhält, ist viel gewonnen – und zwar ganz ohne zwangsverhängte Maßnahmen.
Hier muss sich der Mensch meiner Ansicht nach auch vom „Spaß haben wollen unter allen Umständen“ verabschieden, ein Verhalten, das er wohl pflegt, weil er glaubt, etwas zu verpassen, wenn er nicht mit dem Kopf unterm Arm auch die wildeste Party mitmacht.

Hinsichtlich einer Impfung wird jeder für sich entscheiden, ob er sie braucht. Das war schon immer so und wird hoffentlich so bleiben … Wer nach Afrika reisen muss und sich dort ggf. schlimmen Krankheiten aussetzt, muss halt seinen Körper entsprechend vorbereiten. Wer in einer Klinik arbeitet, braucht sicher Impfungen gegen Hepatitis und andere schwere Krankheiten, die er selbst erleiden kann bzw. mit denen er Patienten womöglich zusätzlich gefährden könnte. (Hierbei halte ich persönlich allerdings die multiresistenten Keime für eine tatsächlich größere Gefahr!)
Ich will damit sagen: Es ist auch des Individuums freier Wille, ob es sich einer Infektion aussetzen bzw. sich impfen lässt. Das Individuum ist für die eigene Gesundheit verantwortlich.

Neben allem Wissen sind Selbstbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit, gesunder Menschenverstand und nicht zuletzt auch die jedem innewohnende Intuition, das sogenannte Bauchgefühl, in ihrer Wichtigkeit auf dem Vormarsch.
Jeder Einzelne ist ein Universum und wiederum Teil des großen Ganzen (Universums).
Wir sind alle EINS. Was der Einzelne für sich tut, hat Auswirkungen auf alle anderen.
Wer sich das bewusst macht, ist auf gutem Wege, auch aus der herrschenden Verwirrung einen Ausweg für sich zu finden.

Das Jahr geht zu Ende

Endlich?
Ja, so fühlt es sich an.
Nun hoffe ich, dass ich hier künftig über andere Themen schreiben kann. Diese C…-Geschichte sollte ja gar keines sein, für mich jedenfalls. Da ich schon ewig nach den Hygiene-Schutzregeln (ausgenommen der Vermummung) lebe, ist mir wohl eine Ansteckung erspart geblieben, wofür ich sehr dankbar bin.
Vielleicht, so dachte ich öfter, hatte ich diese Infektion bereits während der Grippe-Welle 2017/2018, als ich im Februar 2018 ungewöhnlich schwer daran erkrankte? Ich kämpfte dabei zwei Wochen lang mit schwerem Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Atemnot, Husten, gar blutigem Auswurf und einem Gefühl von „gleich ist’s vorbei“. Die Rekonvaleszenz dauerte gefühlt eine Ewigkeit, und vielleicht waren Probleme mit Augen, Gelenken und Muskeln, die mich lange quälten, eine der hässlichen „Spätfolgen“. Ich habe es überstanden, bin dankbar dafür, aber ich brauche das nicht noch einmal.

Was ich damit sagen will: Ich verstehe jeden, der jetzt durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 erkrankt und womöglich schwer zu kämpfen hat; ich kenne zwei, drei Menschen, die davon überzeugt sind, sich infiziert zu haben und schwer erkrankt waren, sie unterzogen sich keinem Test, sondern lagen im Bett und gesundeten, bauten sich danach über lange Zeit wieder auf.
Krankheit ist nicht schön. Aber wir brauchen Krankheiten für die Gesunderhaltung unseres Organismus. Das ist kein Widerspruch! Jede überstandene Krankheit stärkt letztlich unseren Körper. Falls nicht, hat das eine Vielzahl von Gründen oder manchmal nur einen einzigen, aber das ist dann eben so. Dass Krankheit auch zum Tod führen kann, müssen wir hinnehmen. Traurig hin und her … der Tod gehört zum Leben.
Schlimm, wenn es junge Menschen trifft. Aber es ist letztlich „nur“ das Denken und vom Denken gesteuerte Fühlen, das die Lebenden behaupten lässt: Es war zu früh.

Den Zeitpunkt bestimmt das Individuum, und zwar nicht bewusst.
Wer sich das klarmacht, geht verstehend mit dem Tod auch eines geliebten Menschen um.

Foto von Colin Behrends at www.pixabay.com

Rückblick, Hinblick, Ausblick

Das nachfolgende Gedicht erhielt ich von einer beeindruckenden Künstlerin, die einen ebenso eindrucksvoll schicksalhaften Lebensweg beschritten hat, beschreiten musste.
Ich danke ihr hier nochmals für die Erlaubnis, dieses Gedicht zu teilen, und hoffe, Sie schreibt noch viel mehr davon.

Inge Besgen

Ungleicher Kampf

Man hat uns die Kindheit gestohlen.
Man hat uns die Jugend geklaut.
Man hat uns das Erwachsenwerden verdorben.
Wir haben gekämpft, damit es euch besser geht.
Das war unser Ziel, auch in der Not.

Jetzt sind wir alt.
Jetzt sind wir krank.
Die einen mehr, die anderen schwer.
Es ist eine Linie von unten nach oben und oben nach unten.
Und noch ist nichts überwunden.

Auch ihr seid am kämpfen.
Und nennt es Querdenken.
Doch denken, schreib’s auf, ist mehr als ein Wort.
Was hast du erreicht, was willst Du noch werden?
Es lohnt auch der Kampf, an andre zu denken.

Du willst Dein Recht, 
das hast du doch auch.
Du kannst hier vieles machen.
Wer kann das woanders, die würden sich freu’n.
Und würden dazu nur lachen.

Ich will, dass es bleibt wie es ist.
Ich will auch nicht warten.
Will tanzen und Spaß.
Will frei sein von Maske und glaub nicht an Viren.
Der Staat und die Ärzte soll’n mich nicht verführen.

Das ist auch eine Linie 
von links oben nach unten hin rechts.
Und rechts oben nach unten hin links.
Du bist doch gescheit, wenn du es erkennst.
Das war jetzt kein Rätsel, es war ein Vergleich.

Inge Besgen hat ihre Lebensgeschichte bei tredition unter dem Titel „Ich gehe den Weg meiner Sehnsucht bis zum Ende“ – Der lange Weg einer Künstlerin veröffentlicht.

Foto von Bild von succo auf Pixabay

Kommunikation und Stimmungslage

„… eine Verschärfung der Maßnahmen …“
„… härtere Regelungen …“
Die Liste von derartigen Formulierungen könnte noch viel länger sein.

Kommunikation beeinflusst das persönliche Wohlbefinden

Seit Jahren schon stehe ich auf dem Kriegsfuß mit der herrschenden Kommunikation zwischen manchen Firmen und Behörden mit dem Verbraucher bzw. Bürger. Erhalte ich beispielsweise einen Brief vom sogenannten „Beitragsservice“ oder vom Ordnungs- oder Finanzamt, finden sich im Text spätestens ganz unten die Hinweise darauf, was mir DROHT, falls … und das in einer Art und Weise, dass ich mich schon im Vorfeld wie ein Verbrecher fühle. Weder habe ich eine notwendige Zahlung angezweifelt noch verweigert, aber die vorsorglich (?) dargestellten Konsequenzen von möglichem, und offenbar erwartetem, Fehlverhalten lassen in mir ein Gefühl von Angriff seitens der Absender entstehen.

Zu sensibel?

Mag sein, dass ich empfindlich bin. Dennoch weiß ich, dass ich damit nicht allein bin. Es geht vielen Menschen so. Und was heißt denn bitte „zu sensibel“?

Ich beherrsche die deutsche Sprache und ich weiß um die Möglichkeit der Kommunikation, die zur Zusammen- und Mitarbeit auffordert oder einlädt, ohne dass einem böse Konsequenzen angedroht werden. Ich weiß auch um jene Leute, die sich um derartige Schreiben nicht die Bohne kümmern, die es einfach nicht interessiert, was man von ihnen verlangt, die sich über alles hinwegsetzen. Denen ist aber auch mit einer scharfen Kommunikation und der Androhung von üblen Konsequenzen nicht beizukommen.
Ich will mich einfach nicht mit denen in eine Kategorie packen lassen, und deshalb reagiere ich empfindlich, habe immer das Gefühl, man unterstellt mir vorsorglich schon mal eine böse Absicht.
Die überwiegende Mehrzahl der Menschen, zu der ich mich auch zähle, ist zur Mitarbeit bereit, ein nicht unerheblich großer Teil von ihnen braucht keinerlei Erwähnung von Konsequenzen – eben ich. Der kleinere Teil braucht es nicht in scharfer, von vornherein unterstellender Art und Weise; die Menschen, die diesem kleineren Teil zuzuordnen sind, brauchen nur manchmal eine Erinnerung, weil sie eben auch schon mal etwas vergessen. Wir sind ja alle nur Menschen. Man muss uns nicht grundsätzlich etwas androhen!!!

Stimmungslage im Volk

Da komme ich zur Berichterstattung und der Kommunikation der Nachrichtensprecher bzw. Politiker. Dass Einschränkungen der persönlichen Freiheit unerfreulich bis höchst ärgerlich stimmen, dürfte vollkommen normal sein. Dass der Zeitraum, in dem das stattfinden muss (?) inzwischen schon gefühlt eine Ewigkeit währt, lässt viele inzwischen traurig, depressiv, aggressiv, einsam, wütend, (ver)zweifel(t)nd … sein.
Die Politiker sprechen von „Verstehen“ und „Verständnis“ für die Bürger, bedienen sich aber eines Vokabulars, das dem „Klang“ der Behörden- und mancher Firmenschreiben gleichkommt und keineswegs zur Mitarbeit auffordert bzw. einlädt. „Maßnahmen verschärfen“, „Kontrollen verschärfen“, „Regelungen drastisch durchsetzen“ … mir wird ganz übel, wenn ich das höre.
Warum kann eine Mitteilung nicht wie folgt formuliert sein?

„Aufgrund der besorgniserregenden Zunahme von Infektionen, sehen wir uns gezwungen, die Vorsorgemaßnahmen für die Bürger zu verstärken.“

Die Botschaft ist im Grunde genommen ja dieselbe. Aber die Wortwahl in der Kommunikation erzeugt eine andere Stimmung. Wörter wie „Besorgnis“ und „Vorsorge“ wirken eben anders als „Schärfe“. Das Wort „scharf“ hat nicht nur einen harten Klang, es wirkt bedrohlich. Im Kontext der Meldung wirkt es schmerzhaft, beschwört Unruhe und Sorge, Angst und nicht zuletzt erhöht es die Verärgerung und Wut all derer, die zwar nicht an der Gefährlichkeit des Virus zweifeln, die aber sehr gut in der Lage wären, sich selbst und andere zu schützen.
Und ich muss es noch einmal anmerken: Wer nicht verantwortungsbewusst und „sittlich reif“ handelt (wie Frau Bundeskanzlerin es in ihrer für sie untypisch leidenschaftlichen Rede formulierte) und sich rücksichtsvoll und umsichtig verhält, gehört m. E. zu jenen, die schon in Urzeiten in einer Gruppe die Schwachen waren (heute wohl eher die Unbedarften und Dummen), die eben so einem Virus zum Opfer fallen, wenn sie sich nicht bewusst selbstschützend und rücksichtsvoll verhielten. Wobei sie nicht zwingend nach einer Infektion daran erkranken, nicht unbedingt so erkranken, dass sie ins Krankenhaus müssen und auch nicht so schwer darniederliegen, dass sie intensivmedizinisch versorgt werden müssen.
Insofern mich auch die Zahl von über 4.000 Menschen, die auf Intensivstationen wegen Covid 19-Erkrankungen behandelt werden, gerade nicht in Panik versetzt, verfügt Deutschland doch vorbildlicherweise über 30.000 Intensivbetten und könnte innerhalb kurzer Zeit weitere „aus dem Boden stampfen“. Dass die Kliniken nun den Meldungen gemäß „am Limit sind“ … daran zweifeln viele.
Aber bevor ich mich jetzt weiter verlaufe in diesem Thema und meine Anmerkungen am eigentlichen Thema dieses Beitrages völlig vorbei gehen, zurück zur Wirkung der Kommunikation auf das persönliche Wohlbefinden bzw. die Stimmungslage in einer Bevölkerung.

Die Wortwahl und die Formulierung machen’s

Hört euch doch mal um, wie die Menschen ganz allgemein miteinander sprechen. Ganz davon abgesehen, dass vieles was so geplappert und gequasselt wird, kaum einen Informationsgehalt hat, hat sich die Kommunikation in den zurückliegenden 20 Jahren sehr stark verändert. Zum einen ist das den Kurzmitteilungen zuzuschreiben, die oft per Smartphone oder iPhone ausgetauscht werden. Obwohl man sich heutzutage nicht mehr so sehr beschränken muss, weil es Flat-Rates gibt, haben die Menschen sich einen Schreib- und Sprachstil angewöhnt, der kurz und knapp ist. Eigentlich (!) sollte er deshalb klar und deutlich und auf den Punkt gebracht eine Information weitertragen. Tut er aber oft nicht, weil es meist an Worten fehlt. Der Wortschatz ist zusammengeschmolzen. Wie schade.

Außer dass die „falsche“ Wortwahl, den Empfänger empfindlich verletzen könnte, sorgt der Wunsch nach kurz und knapp für zahllose Missverständnisse. Man möchte sich eigentlich nicht missverstanden fühlen, und der Empfänger ist durchaus bereit, nicht misszuverstehen. Und doch passiert das am laufenden Band. Hier kommt nämlich das Gefühl ins Spiel.

Jedes Wort, jeder Satz, jeder Text hat einen gewissen Klang. Wer nur ansatzweise über ein gewisses Sprachgefühl verfügt, kennt das. Auch in den kurzen Mitteilungen schwingt also etwas, das wir fühlen können. Die „falsche“ Wortwahl bzw. die Kombination „falsch“ gewählter Wörter, die einen Satz bildet, kann einen so verkehrten Klang im Gefühl des Empfängers erzeugen, dass der die Nachricht in den völlig falschen Hals kriegt.
Ich habe so viele Wortgefechte zwischen zwei Menschen via WhatsApp miterlebt … ich konnte oft nur den Kopf schütteln.

Mein Tipp hier: Redet miteinander. Wenn nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht, dann wenigstens telefonisch. Was man auf der kleinen Tastatur an Text eintippt, hat man in viel kürzerer Zeit gesprochen. Die Stimme hat, je nach Botschaft, immer den richtigen Klang. Und so kann selbst beim „Vergreifen im Wort“ am Klang der Stimme erkannt werden, ob sich der Empfänger z. B. angegriffen fühlen muss oder nicht. In einer sofortigen verbalen Entgegnung kann er das hinterfragen, bevor er sich aufregt.

Mein Wunsch an Menschen, die öffentlich kommunizieren

Achtet auf eure Wortwahl.
Hört euch mal selbst zu, wenn ihr eure Text für eine öffentliche Mitteilung verfasst.
Wer keine Aggression erzeugen will, sollte sich einer entsprechenden Sprache bedienen.
Wer Menschen zur Mitarbeit bewegen will, sollte sie eher begeistern oder – wie in einer Krisensituation erforderlich – durch die richtigen Worte in ein Boot holen.

Dafür muss man nicht studiert haben. Es reicht, einen großen Sprachschatz zu pflegen und aufmerksam zu sein für das, was auch gefühlt richtig ist. Also empathisch zu sein.

Foto von Gert Altmann, pixabay.com

Ein schöner Nikolaustag

Das Leben ist verflixt nochmal schön.
Höre ich Gegenstimmen?
Ah, ja. verstehe.
Ich sehe ein, dass man über meine Ansicht geteilter Meinung sein kann. Ich ändere ein Wort und sage: Mein Leben ist verflixt nochmal schön. So jedenfalls habe ich es gestern wieder einmal ganz bewusst empfunden.

Es bemerken

Erst um 9 Uhr morgens aufzuwachen und mich rundum frisch und erholt zu fühlen, kommt nicht so oft vor. Meistens wache ich zwischen 5 und 6 Uhr morgens das erste Mal auf, kann mich genüsslich auf die andere Seite drehen und stehe gegen 7 halb 8 auf. Aber gestern erwachte ich tatsächlich erst um 10 vor 9. Dem Erstaunen folgte ein Gefühl tiefer Zufriedenheit.
Nikolaustag … ok, niemand stellt mir ein Stiefelchen mit Süßigkeiten vor die Tür. Aber das ist ja auch eher was für Kinder, und ein Kind bin ich längst nicht mehr.
Meine Süße bestand darin, mich auf den Tag zu freuen. Ich nahm Bob und Billy mit ins Wohnzimmer und bereitete das Frühstück. Kaffeeduft, der den Raum erfüllt, liebe ich sehr. Dazu kommt ein Müsli. Das Ganze genieße ich – und zwar täglich – in totaler Gemütlichkeit. Zurzeit zünde ich sogar eine Kerze an. Eine Wolldecke liegt bereit, und manchmal lege ich die Füße hoch.
Mein Blick wanderte nach draußen, wo es herbstlich trüb und kalt war. Kein Luftzug bewegte die wenigen Blätter, die noch an den Zweigen hängen. Ein Stillleben. Und diese Stille nahm ich bewusst auf, aber die Kälte blieb draußen, denn hier drinnen war’s warm.

Zufriedenheit durch Wohlbefinden.
Aber man muss es bemerken. Wer nicht aufmerksam ist, dem entgeht so etwas.

Aufmerksamkeit

Die Voraussetzung, etwas bewusst wahrzunehmen, ist Aufmerksamkeit. Wenn mir nicht auffällt, dass mich Wärme und Gemütlichkeit umgeben, nehme ich das nicht wahr.
Meine Aufmerksamkeit ist im Laufe der Jahre immer bewusster auf mein unmittelbares Umfeld ausgerichtet. Ich stellte irgendwann fest, dass die große weite Welt mit allem, was sich in ihr ereignet, und was uns Menschen vor allem über die Medien direkt in unser Zuhause geschwemmt wird, mich nicht betraf. Die zahllosen Informationen, die ich hörte und sah, beeinträchtigten meine Aufmerksamkeit für das Wesentliche. Ich bin sehr froh und dankbar, dass es mir sehr schnell bewusst wurde; so konnte ich gegensteuern.

Das Wesentliche ist nämlich mein unmittelbares Umfeld. Wenn bei einem Busunglück in Indien eine Handvoll Menschen leider ums Leben kommt, ist das tragisch. Aber weder kannte ich die Menschen noch den Busfahrer noch war ich je in Indien, um irgendeine Verbindung zu diesem Ereignis zu haben. Warum war es den Medien eine Nachricht wert, die teure Sendezeit kostet?
Ein Hausbrand nur zwei Straßen weiter, von dem Menschen betroffen waren, die ich kenne, berührt mich hingegen sehr. Und ich war froh, helfen zu können. Das einzige Medium, das darüber berichtete, war das örtliche Wochenblatt. Und selbst dies wäre nicht nötig gewesen, denn im unmittelbaren Umfeld wussten wir es alle, fühlten mit den Hausbewohnern, halfen und trösteten. Das ist Leben.

In Zeiten wie diesen, um mal bei der inzwischen viel gebrauchten Formulierung zu bleiben, ist meine Aufmerksamkeit verstärkt auf mein direktes Umfeld ausgerichtet. Würde ich sie auf die täglich mehrfachen Berichterstattungen zu der steigenden Anzahl von Covid 19-Toten und den – wie ich nach wie vor finde – oft nicht zu den gestellten Fragen passenden Kommentaren/Antworten von Politikern ausrichten, wäre ich rasch in einer Strömung von Sorge, Angst sogar und Missmut. Eine Stimmungslage, die mir von vielen Menschen entgegenschlägt.
Aber genau das will ich nicht. Mich davor zu schützen, wie auch vor einer Ansteckung mit irgendwelchen Viren, liegt allein in meiner Hand.

Es funktioniert

Obwohl es nicht so schön wurde, das Wetter, wie ich es erhoffte. Tags zuvor hatte ich noch wunderschöne Fotos im Sonnenschein machen können, und glaubte, auch der 2. Advent könnte so schön sein. Doch er wurde es nicht. Zunehmend verfinsterte sich der ohnehin schon grau-dunkle Himmel und es nieselte ganz leicht. Egal, dachte ich, raus muss ich. Gegen das Nass von oben kann ich mich schützen: Regenjacke und notfalls auch einen Schirm hatte ich verfügbar. Ich brauchte aber beides nicht. Pünktlich als ich losging, stellte Petrus den feinen Regen ein.

Mit großen und schnellen Schritten kam ich voran, ging in den Wald, atmete den modrigen Duft von nassem Laub auf feuchtem Waldboden. Es tropfte in der Stille lautstark von allen Bäumen. Plopp, plopp, plopp … und mancher Tropfen traf meine Jacke und die Mütze, die ich auch trug, denn die Temperaturen lagen bei nur 3 Grad.
Menschen begegnete ich. Meistens Hundehalter auf einem Spaziergang. Den Hunden machte das Wetter nichts aus. Eine 87-jährige Dame, die mir bereits tags zuvor begegnete, traf ich wieder. Weil ihr Spaniel mich am Samstag böse angebellt hatte, ich darüber recht erschrocken war, blieb ich vorsichtshalber einfach stehen. Da sprach sie mich an.
„Wenn ich den Hund nicht hätte, ginge ich nicht raus“, gestand sie und lächelte sanft.
Der Spaniel hatte mich nun ausreichend beäugt, kam näher und schnupperte an meiner Hand. Nix Gebell und Gewuffe! Seine Augen schauten neugierig. Und da traute ich mich auch, ihn zu streicheln.
„Ich habe zwar keinen Hund, aber ich muss immer raus und mich bewegen“, antwortete ich.
„Ja“, meinte sie, „aber ich bin 87 und würde bei so einem Wetter lieber daheim sein.“
Kann ich verstehen, erwiderte ich, aber sich draußen zu bewegen ist in jedem Alter wichtig. Sie nickte.
Obwohl ich das Gefühl hatte, sie wollte sich noch weiter unterhalten, zog es mich fort. Sicher begegne ich ihr wieder, und darauf freue ich mich.
Ich genoss nicht nur die Bewegung und die frische Luft, sondern auch die Begegnungen mit weiteren Menschen. Sie lächelten, lachten, wir hatten kurze Dialoge. Und jedes Wort, jeder freundliche Blick machten mich glücklicher. Das erzeugt eine so tiefe Dankbarkeit, eine Zufriedenheit, die mich die Liebe zu meinem Leben täglich spüren und erneuern lässt.

(M)ein warmes Zuhause

Wieder daheim, ich war gut eine Stunde unterwegs, empfing mich meine Wohnung mit Wärme und Behaglichkeit. „Was für ein schönes Zuhause“, sagte ich laut zu Bob und Billy. Mein Blick wanderte über die schöne Einrichtung wieder hinaus aus den großen Fenstern in den Garten. Hier ist Frieden. Hier ist Glück.

Wieder durchzog Kaffeeduft den Raum. Ein Stück frischer Apfelkuchen mit Sahne, eine kuschlige Decke, zwei Kerzen … mittendrin in diesem Frieden: ganz behaglich ich.

Um 17 Uhr war es dunkel, ich zündete weitere Kerzen an, schaltete das Licht aus. Ruhe senkte sich über alles. Und das liebe ich an dieser Jahreszeit. Wenn die Natur „schlafen“ geht und Kraft sammelt für den noch fernen Frühling, ist es auch für mich immer an der Zeit, mich zurückzunehmen. Innerlich werde ich ganz ruhig, ganz entspannt.
Während die meisten Menschen einmal oder auch mehrmals im Jahr verreisen „müssen“, um sich eine verdiente Erholungspause zu gönnen, arbeite ich das ganze Jahr über; oft 7 Tage die Woche. Ich lebe, denke ich, mehr im Einklang mit der Natur. Wenn der Herbst zu Ende geht und der Winter an die Türe klopft, ist für mich die Zeit gekommen, mich zu erholen. So lege ich dann eine längere Pause ein.
Mir scheint es erholsam, keine Koffer zu packen, Flug- oder Bahntickets zu buchen, rechtzeitig an einem Flughafen/Bahnhof zu sein, mich am Zielort … undsoweiterundsoweiterundsofort … nein, ich lebe, wo ich auch Ferien machen würde. Hier finde ich Wald, ein Naturschutzgebiet, Seen, weite Feldlandschaften, wenn ich will auch das Meer. Es ist so nah, dass ich einen ganzen Tag dort verbringen kann, wann immer ich will.

Mein Leben ist verflixt schön

Vielleicht ist es, wie so oft, einfach eine Sache der Perspektive?
Vielleicht ist es, wie bei dem Glas, das halb gefüllt oder halb geleert gesehen werden kann?
Vielleicht ist es Zweckoptimismus? Man hat mir das schon oft unterstellt.
Letztlich kann man es nennen wie man will. Ich möchte das einfach nicht analysieren. Es genügt mir, dass ich mich wohl, gesund und vor allem zufrieden fühle. Damit bin ich, wie ich meine, mehr als reich beschenkt. Und fühle ich mich anders, denn auch das kann vorkommen, dann akzeptiere ich das. Wir bewegen uns eben nicht immer im Aufwind. Manchmal weht ja gar kein Wind.
Vielleicht ist es eine grundsätzliche Akzeptanz des Seins und von allem, was dazugehört?

Die Fotos stammen aus meiner eigenen Galerie und vom Vortag, also dem 5. Dezember 2020.

Ich denke, also frage, forsche ich

Also, nach dem Gehirn in meinem Kopf muss ich nicht suchen bzw. es auch nicht ersetzen lassen, um hier mal Bezug auf das Beitragsbild zu nehmen *smile*.

Deshalb bin ich in glücklichen Lage zu denken, zu fragen und zu forschen. Und heute früh „fiel“ ich aus dem Bett (die Uhr zeigte 5:30 Uhr!), weil mir viele Fragen durch den Kopf gingen. Und zu diesen Fragen gesellten sich verschiedene Gedanken, die als Antwort hätten dienen können, die ich aber unbedingt erst genauer betrachten und prüfen wollte.

PCR-Laborverfahren

Ein Stichwort hieß „Sputum“. Wie ich darauf gekommen bin? Nun, ich hatte aus dem Durst nach Wissen auf den Internetseiten verschiedener Labore nachgelesen, was es damit auf sich hat. Dabei habe ich überhaupt erst erkannt, dass es keinen „Test“ im eigentlichen Sinne gibt, sondern dass PRC ein Laborverfahren ist (vollständiger Name und einleitende Beschreibung: Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) ist die wichtigste Labormethode zur Untersuchung der molekularen Feinstruktur der Erbsubstanz. Diese ist aus Desoxyribonukleinsäure (DNA) aufgebaut, die den genetischen Code des Menschen, aber auch von Tieren und Pflanzen aufbaut. (Quelle: Gesundheit.gv.at; öffentliches Gesundheitsportal Österreichs) Und dort steht noch sehr viel mehr zur Erläuterung. Ihr könnt bei Interesse dort mal reinschauen. Schlussfolgerungen sind selbstverständlich jedem selbst überlassen. Zur Feststellung von Infektionskrankheiten können auch andere Körperflüssigkeiten verwendet werden, steht da auch zu lesen. Eigentlich Blut, aber eben z. B. auch „Sputum“.
Okay, dachte ich. So ein Nasen-Rachen-Abstrich fördert ja Sputum zutage.
Dazu muss es aber erst mal vorhanden sein! Oder?

Was ist Sputum überhaupt?

Sputum ist einfach gesagt Auswurf.
Wenn ein Mensch z. B. erkältet ist, entzünden sich die Schleimhäute der Nase und des Rachens. Sie schwellen an, weil der Körper versucht, durch die vermehrte Schleimbildung die Krankheitserreger salopp gesagt „einzuschließen“ und mittels Niesen, Nase putzen und Abhusten abzustoßen. Was dabei den Körper verlässt, ist Sputum.
Ein nicht erkältetes Individuum hat kein Sputum, sofern es ansonsten gesund ist. Der Organismus entwickelt schließlich nichts, was er nicht braucht. Die Schleimhäute können aber trotzdem mit allerlei „Zeugs“ besiedelt sein, was ihn deshalb lange noch nicht krankmachen muss.

Ich war aber erschrocken …

darüber, dass Menschen sich nun massenhaft testen lassen können, auch wenn sie völlig symptomfrei sind.
Ich frage: Welchem Zweck dienen die Nasen-Rachen-Abstriche, wenn kein Sputum aufgrund fehlender Erkrankung (also keine Infektion) vorhanden ist?
Mein geistiges Auge zeigte mir die Erinnerung eines breit angelegten DNA-Tests, bei dem sich Männer einfanden, um zu beweisen, dass sie nicht in Verbindung mit einem Verbrechen standen, das in ihrer Stadt begangen worden war …
Und jetzt? Mir war ganz schaurig zumute!

Fragen nach dem Sinn

Nicht nur nach dem Sinn der zahllosen Tests, die eine Menge Geld kosten, die Labore an die Grenzen ihrer Kapazitäten führen und die „Fallzahlen“ (vor denen sich die Welt unfassbar fürchtet) in die Höhe treiben, frage ich mich. Natürlich (?) könnte ich die Nachrichtenmeldungen einfach mal so für bare Münze nehmen, und das als sinnvoll ansehen, was so berichtet wird. Aber das reicht mir einfach nicht, weil vieles mir unlogisch und widersprüchlich erscheint
Außerdem, und ich finde diese Fragen am wichtigsten: Wann hat man in den zurückliegenden 10, 20, 30 Jahren die täglich Verstorbenen einer Grippewelle in einer Nachrichtensendung auch nur erwähnt?
Wann hat man je eine Infektion mit einem Virus apokalyptisch als Bedrohung der gesamten Menschheit dargestellt? Die Spanische Grippe war vor gut 100 Jahren zwar eine furchtbare Epidemie, die zig Millionen Menschen das Leben kostete, doch die Möglichkeiten der Berichterstattung waren nicht in dem Umfang gegeben wie heute. Zudem nahmen Nachrichtensender keinen Cent mit Einschaltquoten ein (es gab sie ja noch nicht, also weder die „Sender“ noch messbare „Einschaltquoten“). Selbst bei HIV in den 1980er Jahren gab es keinen Hype; noch nicht mal beim Auftreten von Symptomen, Erkrankung und Todesfällen, als und weil die Welt im Dunkeln tappte hinsichtlich Ursache und Verbreitung.
Bei Vergleichen muss man freilich relativieren. Aber unter dem Aspekt von Profit …
Hier erübrigt sich jede Relativierung. Heute wird mit SCHLAGzeilen eine Menge Geld verdient; mit Pharmazie übrigens auch.

Die Frage danach, welchem Zweck diese ganze PCR-Sache dient, beunruhigt mich sehr. Und wenn man ein bisschen außerhalb dessen, was die öffentlich-rechtlichen Medien verbreiten, recherchiert, stößt man auf Menschen (Journalisten, Ärzte, Wissenschafter), die sich intensiv mit genau diesen und anderen Fragen befassen. Menschen, die teilweise oder gar vollständig dem widersprechen, was „man“ der Welt erzählt. Aber diese Menschen lädt „man“ nicht zu Lanz und Co. ein, „man“ zerrt sie nicht vor eine Kamera und bittet sie um ein sachlich-faktisches Statement. Das Warum lasse ich hier offen, da kann der neugierige Mensch nur spekulieren.
Gut, dass es die Meinungsvielfalt gibt, schlecht, dass sie offenbar nicht gewünscht ist.
Das kann doch nicht beruhigen!

Wird der Mensch verdummt (aus-)sterben?

Der Mensch hat, so lange er auf Erden wandelt, gelernt. Er hat sich weiterentwickelt, er hat wundervolle Dinge erforscht, geschaffen und stetig verbessert. Dinge, die das Leben in vielen Bereichen leichter machen. Sein Organismus hat sich weiterentwickelt. Bakterien, Parasiten, Viren … dieser wundervolle Organismus hat sich zu einem Wunderwerk gemausert und ist in der Lage, so ziemlich mit allem fertigzuwerden. Die Entwicklung von Medizin (pflanzlich, homöopathisch u. chemisch) und Heilverfahren schuf die Möglichkeit, die oft schlimmen Symptome einer Erkrankung zu lindern oder manche Krankheit sogar zu heilen.
Doch bequem wie der Mensch leider geworden ist, bedient er sich heutzutage lieber und schnell einer Tablette, um die zugegebenermaßen unangenehmen Symptome beispielsweise eines heftigen grippalen Infekts oder anderer häufig auftretender Erkrankungen nicht nur schnellstens zu lindern, sondern gleich komplett abzustellen.
Der Mensch hat die Notwendigkeit, krank zu werden und zu sein, vergessen.

Krank sein ist nicht schön. An einer Krankheit trotz allen medizinischen Fortschritt zu sterben, ist schrecklich, aber manchmal unvermeidbar. Das Leben ist (eigentlich) schön, aber 100 % tödlich. Da führt für niemanden ein Weg dran vorbei.
Zurzeit aber reicht die reine Vermutung einer Erkrankung aus, die Menschen in innere Panik zu versetzen. Diese wird vertieft dadurch, dass es „keine wirklich adäquate Pille“ zur Rettung gibt. Noch schlimmer: Bilder von Intensivstationen mit Patienten an zahlreichen Schläuchen, Kabeln und Monitoren, die – woran auch immer – schwererkrankt und bewusstlos vor sich hin atmen (freilich künstlich beatmet) lassen die meisten Zuschauer sozusagen ihrem eigenen Tod ins Auge blicken. Man braucht schon ein dickes Fell auf der Seele, um sich davon nicht schockieren zu lassen.
Inzwischen sitzen manche die Krise schon „bequem“ aus, denn am Horizont leuchtet der Silberstreifen aus Millionen Impfdosen, von denen sie hoffen, dass dann alles wieder wird wie früher …

Wie Schafe, die ihrem Hirten folgen, während der „Hüte“hund sie vorantreibt, glauben sie den verbreiteten Meldungen und befolgen brav alle Anordnungen mit und ohne Murren, aber OHNE EINE KRITISCHE FRAGE ZU STELLEN. Und dass irgendwo ganz hinten ein Abgrund lauert (vielleicht an gleicher Stelle wie der Impfsilberstreifen), vermuten sie nicht mal. Sie folgen blind und taub einer dem anderen … *seufz*
Leider treffe ich auch auf Menschen, die sich lieber an den offiziell verbreiteten Meldungen und Meinungen richtig festkrallen. Sie haben sogar Angst davor, auch nur einen zweifelnden Gedanken nur zuzulassen. Rasch lenken sie ab, wenn man ihnen widerspricht und gute Argumente hat, sie zumindest zum Nachdenken anzuregen.
Information ist m. E. immer und besonders in solchen Situationen oberste Bürgerpflicht.
Und wir haben doch so viele Möglichkeiten!
Natürlich müssen wir dabei schon gründlich selektieren, denn besonders im Internet kursiert manch wirklich Abstruses.
Die ganz persönliche Objektivität zu bewahren ist nicht einfach, aber möglich.
Ich frage mich ernsthaft und besorgt: Mensch, wo hast du deinen Geist gelassen? Was machst du mit deinem Gehirn und deinem Denken? Weißt du noch, dass es da in deinem Schädel so etwas gibt und du die Fähigkeit hast, eigene Gedanken zu denken und weiterzuentwickeln?

Wenn wir, Menschen, nicht willens sind, uns auch zukünftig zu erhalten, und das heißt gleichzeitig, dass wir uns und anderen Fragen stellen und nach Antworten suchen bzw. sie einfordern, um uns Wissen anzueignen, das dafür sorgt, dass wir uns WEITERENTWICKELN, dann sind wir – befürchte ich – wahrscheinlich wirklich unwürdig, auf diesem schönen Planeten Erde fortzubestehen.
Schlussfolgerung: Falls das so ist, werden die allermeisten Menschen in nächster Zeit weiterhin wie in einer Schafherde dem Hirten folgen, auch in den Abgrund, in den er sie treiben lässt. Denn er springt selbstredend nicht vorneweg und auch nicht hinterher. Der Aufprall wird schmerzhaft und wird sie (vielleicht) noch einmal kurz wecken.
Zu wenig Zeit, dann noch wenigstens nach dem Warum zu fragen.

Keine „Titanic-Stimmung“

Ich möchte nicht missverstanden werden, dass ich hier Untergangsstimmung prophezeie. Wer bin ich, dass ich das könnte? Und eine Glaskugel hab ich auch nicht.
Was ich unter der Kategorie „Wilma live“ schreibe, sind meine Gedanken und Gefühle, sind Überlegungen hinsichtlich mancher Problematik, die mir schlicht nicht logisch erscheinen. Mich stören und ärgern die Widersprüche und viele (derzeit zahllose) ungenaue Äußerungen, die als Vermutung, vorwiegend auch noch weitere dicke Fragezeichen aufwerfend, veröffentlich werden.
Ich bin eine Freundin von FAKTEN. Und ich habe gelernt, dass Journalisten sachlich und faktenbezogen, frei von ihrer persönlichen Meinung und unabhängig von anderen Einflüssen (Politik, Wirtschaft, Wissenschaft …) berichten. Wenn sie in ihrem Job gut sind.
Da ich weiß, wie enorm schwierig das ist, bin ich keine Journalistin!
Ansonsten, halten Journalisten mit ihrem Wissen so lange hinter dem Berg, bis sie mit Fakten das dann öffentlich zu Machende BELEGEN können, also das in der Hand haben, mit dem sie ihre öffentlichen Mitteilungen BEWEISEN können.
Mir wird heute zu viel nur vermutet und spekuliert. Nicht zuletzt deswegen bin ich auf meine eigenen Gedanken, meine Intuition und eigene Recherchen angewiesen. Es wird heutzutage selten nach Wahrheit gesucht. Und das nicht erst seit SARS CoV 2. Wobei ich ja davon überzeugt bin (und das ist meine Lebenserfahrung), dass die von allein ans Tageslicht kommt, denn sie ist sehr zuverlässig darin.
Nur manchmal lässt sie sich Zeit, es sei denn, man kommt ihr entgegen.

Foto von aytuguluturk http://www.pixabay.com

Too much togetherness

Es gibt Menschen, für die nichts so wichtig und erfüllend ist wie eine Partnerschaft, in der Er und Sie alles gemeinsam machen – von morgens bis abends …

„Aladin“ war so einer. Wäre es nach ihm gegangen, hätten wir vermutlich nicht nur „immer schön zusammen“ gefrühstückt wie so vieles andere gemeinsam gemacht, sondern uns bei der Morgen- und Abendtoilette womöglich gegenseitig die Zähne geputzt und wären abends wie ineinander verknotet in den Schlaf abgetaucht – und uns während der Nacht höchstwahrscheinlich im gleichen Traum bewegt.
Kann man sich so etwas vorstellen?

Wilma hat’s erlebt

Eigentlich hatte sie es geahnt.
„[…] landeten wir in einem Restaurant, wo wir noch ein Bier tranken. So ganz langsam spürte ich eine Annäherung zwischen Aladin und mir. Ich wusste nicht, ob ich das gutheißen oder unterbinden sollte. Dennoch regte sich plötzlich das Bedürfnis, meine Hand in die seine zu legen.
Halt, halt, halt, schrieb mein Bewusstsein. Das hatten wir doch erst!!! Erinnere dich, es hat in einer Katastrophe geendet.
Stimmt, dachte ich.
Wie soll ich denn immer wissen, was richtig und falsch ist, fragte ich in Gedanken zurück. Ließ meine Händchen wie festgenagelt schön da, wo ich sie hatte und startete keinerlei Versuch, sie auch nur in die Nähe der seinen zu legen. Lassen wir’s! Besser ist das!
[…]“

Kluges Bewusstsein,

aber die Gefühle führen hin und wieder ein dreistes Eigenleben, vom oberschlauen Verstand ganz zu schweigen. Der olle Besserwisser!
Und so schlug sie sich mit dem Gedanken herum, ob man denn unbedingt Knall auf Fall und himmelhochjauchzend verliebt sein müsse, um eine Partnerschaft zu beginnen. Vielleicht, so überlegte sie, kann man ja auch mal vernünftig an diese knifflige Sache herangehen.
Und so ließ sie es drauf ankommen.

Und die Moral von der Geschicht

„…
Nein, mehr sag ich hier nicht. „
Wenn ihr euch für die Geschichte interessiert, die schon manchen Leser hat schmunzeln lassen, schaut mal rein in den Band I der Reihe „BEGEGNUNGEN – Wir alle mittendrin“ und fischt euch die Geschichte von „Aladin Wunderkännchen“ heraus.
Ich sag nur eins: Too much togetherness!

Foto von Sarah Richter Art (pixabay.com)

Eine erste Verabredung

Die Welt spielt verrückt. Ein unsichtbares Etwas hält künstlich alle in Schach.
Mir reicht’s! Deshalb konzentriere ich mich mal wieder aufs für mich Wesentliche: „BEGEGNUNGEN“. Ein Widerspruch in „diesen Zeiten“, da man doch Kontakte am besten vermeiden soll? Mitnichten. Denn zum einen pflege ich meine naturgemäß wenigen Kontakte nach Herzenslust, und zum anderen schreibe ich darüber.

Hier mal wieder ein Blick durchs Schlüsselloch in eine Geschichte aus „Komische Vögel und Zeitfreundschaften“, und zwar aus „Suddenly Bingbong“:

[…] „Schau mal ins Handschuhfach“, meinte Tommy und lächelte geheimnisvoll-schelmisch. „Ich hab dir was mitgebracht.“
Er lächelte noch breiter und offenbarte dabei eine Doppelreihe unschöner Zähne. Ich guckte schnell wieder weg und streckte die Hand schon aus, um das Fach zu öffnen.
„Das war aber so nicht vereinbart“, sagte ich verunsichert und war auch etwas erschrocken.
„Aber du glaubst doch wohl nicht, das ich zur ersten Verabredung mit einer Frau ohne ein kleines Geschenk komme“, gab er erstaunt zurück.
Ich fand im schmalen Handschuhfach ein kleines türkisfarbenes Päckchen mit goldener Schnurschleife. Den Aufkleber brauchte ich nicht mehr lesen, denn an Farbe und Schleife erkannte ich sofort, dass er bei Douglas gewesen war. Na, da wagte er sich aber auf ziemliches Glatteis, wenn er mir ein Parfum gekauft hatte, dachte ich, und am Horizont meines unaufgeregten Gemüts kam die Schadenfreude angeritten. Ich hatte nämlich einen speziellen Geschmack und wirkte auf manche Männer in Hinsicht auf die großen Düfte der weiten Welt recht anspruchsvoll.
Ein Duft von Onkel Armani! Donnerwetter! Ich war schon sprachlos und der „Bingbong“-Tommy registrierte es mit zufriedenem Gegrinse.
„Da hab ich wohl ins Schwarze getroffen, was?“ Er wackelte lustig mit den Augenbrauen. Keine Ahnung, wie er das machte.
„Mhm“, machte ich sprachlos.
„Ich hab der Frau bei Douglas genau beschrieben, für welche Art von Frau ich den Duft suche, und sie hat ohne Zögern als Erstes zu diesem Armani-Duft gegriffen. Ich sehe, dass mein Lieblingsdesigner mich auch in Sachen Damen-Duft nicht im Stich lässt“, erzählte er selbstzufrieden und fügte hinzu: „Ich trage nämlich ausschließlich für mich angefertigte Hemden von Armani. Wegen der Überlänge der Arme und dem schlanken Schnitt. Da gibt’s nix von der Stange.“
Aha. Musste ich das wissen? Was wollte er mir damit sagen? Wollte er mich beeindrucken? Das war ihm mit dem Parfum, das wirklich umwerfend gut duftete, ja auf Anhieb gelungen. Und was hieß: ‚anfertigen lassen‘? Überlänge der Arme? Schlanker Schnitt? – Na ja, dachte ich und betrachtete ihn verstohlen von der Seite, viel war nicht dran an ihm. Ob es am Niederrhein nur Grünfutter gab? Tommy war starker Raucher und Literweisekaffeetrinker. Solche Menschen waren meistens superschlank. Dabei hatte ich das dürre Knochengerippe aus der Anti-Raucher-Werbung vor Augen: Rauchen macht schlank! Der Mann neben mir bestätigte das voll und ganz.
Wir fuhren als Erstes zu einer Tankstelle. Das schnelle Pferdchen unter Tommys dürrem Hintern schluckte nämlich eifrig Sprit, weil sein Herr und Reiter ihm unterwegs auf knapp 250 Kilometern ordentlich die Sporen gegeben hatte. Er stieg aus und hievte sich aus dem tiefen Sitz.
Als er wenig später zum Bezahlen ins Büro ging, blickte ich ihm nach. Er hatte einen merkwürdigen Gang. Dabei schien er die Beine unabhängig vom übrigen Körper zu bewegen. Die Hüfte bewegte sich so gut wie gar nicht, während die Beine ihn schlackernd vorwärts beförderten. Die langen Arme – wirklich und wahrhaftig eine ordentliche Überlänge! – schlenkerten dabei ziellos neben dem Oberkörper her wie bei einer Marionette.
Irgendwie erinnerte er an Pinocchio. Nur die Nase ähnelte der Marionette gar nicht. Nicht deshalb, weil sie nicht lang und spitz war, wie nach einer Lüge, sondern weil Tommys Nase offensichtlich mal gebrochen war. Die Nasenspitze zeigte deswegen auffallend in eine andere Richtung als das übrige Gesicht, obwohl die Nasenwurzel korrekt zwischen den Augen saß. Dabei war die ganze Nase sehr kurz und die Spitze leicht nach oben gerichtet. Vielleicht hatte er mal einen Auffahrunfall? Hätte mich nicht erstaunt bei diesem Fahrstil.
Ich seufzte. Was mochte dieser Abend bringen? 250 Kilometer Anfahrt für ein Abendessen! Ein nicht gerade billiges Parfum seines Lieblingsdesigners Armani. Die erste Verabredung mit einer Frau? Die letzten Worte meines Gedankens hallten in meinem Geist mehrfach wider. War mir vorhin gar nicht so bewusst. Was meinte er denn mit der „ersten Verabredung“? Wollte er noch öfter kommen? Wäre mir das recht? […]“

Rückblickend auf das Leben werden die meisten Menschen feststellen, dass sie dem einen oder anderen „komischen Vogel“ begegneten, oder? Das Schöne an meinen Erinnerungen ist, dass ich heute das vorwiegend Positive, das Heitere, das Komische sehe und meinen Blick weniger auf das richte, was unerfreulich und/oder traurig gewesen ist.
Eines haben alle meine Begegnungen gemeinsam: Ich habe viel erfahren und gelernt. Jede Begegnung hielt ein zumindest kleines „Geschenk“ bereit, das mich in meiner persönlichen Entwicklung weiterbrachte und die Menschenkenntnis schulte.

Der oben zitierte Ausschnitt stammt aus der Geschichte „Suddenly Bingbong“, die ihr im Band II der Reihe „BEGEGNUNGEN“ mit dem Titel „Komische Vögel und Zeitfreundschaften“ findet.
Erschienen bei tredition, Hamburg und dort im Buchshop und/oder auch bei Autorenwelt.de erhältlich für nur 9,90 € als Paperback oder 16,90 € als Hardcover.
Ein hübsches unterhaltsames Geschenk oder Mitbringsel für alle Zeiten, auch für „Zeiten wie diese“, damit wir das Schmunzeln und Lachen nicht verlieren 😉

Foto von Denise Husted (USA) http://www.pixabay.com