Meine eine Stimme gegen Millionen (?)

Es ist ziemlich frustrierend, oft anderer Meinung zu sein, wenn der Rest der Welt die Ansichten jener übernimmt und vertritt, ohne auch nur eine einzige Frage zu stellen, ob das, was sie hören, stimmig ist, ehrlich und logisch und nachvollziehbar und ….
Es ist enttäuschend, in Diskussionen diesen Menschen zuzuhören, wie sie mit den Aussagen von Politikern, „Wissenschaftlern“ (denen, die man vor die Kamera holen kann, daher in „“) und Journalisten argumentieren (eher nachplappern) – ohne zu hinterfragen, ohne wenigstens einmal einen anderen Aussichtspunkt einzunehmen, um die andere Meinung in hellerem Licht zu sehen und diese eventuell verstehen zu können.
Es ist fast schmerzhaft, mitzuerleben, wie die Menschen derzeit (wie auch schon bei früheren Gelegenheiten) das eigenständige, klare Denken aufgegeben haben, besser: es anderen überlassen.

Politiker

Es mag ja sein, dass die Ärmsten(?) auf die Informationen angewiesen sind, die irgendwelche „Wissenschaftler“ ihnen unterbreiten. Aber ich glaube das einfach nicht!

„Wissenschaftler“

Es kann nicht sein, dass sie sich aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen wie beim Einkauf auf dem Markt nur das herauspicken und als Informationen verbreiten, was … ihnen vorteilhaft für sich selbst erscheint (Publicity, Ansehen, Profit …?) und den Politikern in die Hände spielt (für welches Spiel auch immer, hier darf reichlich fantasiert werden, denn mögliche Gründe gibt es genug … sofern „man“ darüber nachdenkt).

Journalisten

Was ist los mit ihnen? Mir sagte mal jemand, als ich mich über die ungerechtfertigte Abgabe für die Öffentlich-Rechtlichen beschwerte, dass „guter Journalismus eben seinen Preis habe“. Meine Bitte, er möge „guten Journalismus“ definieren, wurde ignoriert. So ignoriert wie die anderen Meinungen von anderen Wissenschaftlern (denen, die leidenschaftlich der Forschung und ihren Erkenntnissen verpflichtet sind, daher ohne „“) und anderen Politikern. Ignorieren scheint salonfähig, zumindest aber ist es ungeheuer bequem.
Kopf in den Sand wie’s Vogel Strauß tut, hat der Wahrheitsfindung aber noch nie gedient.
Was erwarte ich von Journalisten? Unabhängigkeit, die mal an erster Stelle. Einen klaren Geist, Aufmerksamkeit, Informationshunger, Liebe zur Wahrheit, Mut zur Auseinandersetzung und natürlich die Fähigkeit, das was er zu einem bestimmten Thema recherchiert und herausgefunden hat, sachlich, verständlich, ehrlich (!!!) und von seiner eigenen Meinung unabhängig gut schreiben zu können.

Ich sehe lauter Fragezeichen in den Augen jener, denen ich das erzähle. Diese Journalisten sind … nein, nicht ausgestorben. Sie haben sich in eine Art Untergrund zurückgezogen. Zurückziehen müssen! Wer nämlich heutzutage anderer Meinung ist, wer nach der Wahrheit sucht und erst recht die aufgedeckte Wahrheit auch noch öffentlich machen will, könnte seinen Job verlieren und Schlimmeres …

Aber „guter Journalismus“ zeichnet sich m. E. genau dadurch aus, die o. g. Fähigkeiten mitzubringen und SICH NICHT aufhalten zu lassen, um das Konstrukt einer Lüge niederzureißen, und der Wahrheit ans Licht zu helfen.
Wenn ich hingegen erlebe, dass sogenannte „Journalisten“ ins Horn der Politik, der „Wissenschaft“ tröten, weil sich so herrlich Panik verursachen lässt, was die Leute wiederum anregt, eine Zeitung zu kaufen und – noch besser – sich vor die Fernsehmattscheibe zu hocken und für Einschaltquoten zu sorgen und dann mit unfassbar (TV-)ausgestrahlter Überzeugung unhinterfragten Schwachsinn zu verbreiten, der ihnen rein logisch schon querkommen müsste, dann dreht sich mir der Magen um. Glauben die sich eigentlich selbst noch???

Ausgeliefert

Oder?
Ich muss gerade mal tief Luft holen, denn leider ist es so. Und warum? Weil eine einzelne Stimme gegen die Stimmen der Millionen scheinbar hirngewaschener Leute einfach nicht gehört wird. Aber ich bin ziemlich sicher, dass ich gar nicht so allein bin mit meiner kritischen Meinung, meinem Andersdenken und den Informationen, die ich inzwischen für mich zusammengetragen habe. (Klar, geht es um das, was Politik, „Wissenschaftler“ u. Journalisten zurzeit aus dieser einem Virus zugeschriebenen Problematik konstruieren. Und eigentlich wollte ich mich damit nicht beschäftigen, aber … ich kann einfach nicht anders!)
Ich bin weder Wissenschaftler noch gehöre ich den beiden anderen Gruppierungen an.
ICH BIN MENSCH. Ich habe einen Kopf mit gesundem Geist, ich denke, ich frage und hinterfrage, ich finde mich nicht ab, bleibe neugierig und lernfähig. Und daher forsche ich, lese, vergleiche, stelle einander gegenüber und – erkenne.

Mensch, Leute! Es war noch nie einfacher, an Informationen zu gelangen wie heute. Wer lesen kann, besitzt doch eine gewisse Macht. Und wenn sich Widersprüche auftun, MUSS doch jeder neugierig werden und Fragen stellen und widersprechen. Oder?
Ich höre schon die Antworten: … keine Zeit … keine Lust … verstehe ich sowieso nicht … die werden schon wissen, was sie tun … haben eh keine Chance … Und ich sage euch: Es ist nur die Faulheit, die euch hindert.

NEIN, ich widerspreche. Eben genau das wissen sie nämlich nicht. Jedenfalls nicht im Sinne der Bürger dieses Staates. Sie tun bloß so und reden es allen ein. Einsperren (Quarantäne), voneinander Fernhalten (Abstandsregel) und der Maskenzirkus sind nicht nur Eingriffe in unsere persönliche Freiheit, sie schaden unserer physischen und psychischen Gesundheit. Und zwar mehr als eine Infektion mit einem Virus, und sehr viel nachhaltiger …
Die Maßnahmen verhindern die gesunde Weiterentwicklung unseres Organismus, wie er es seit Jahrmillionen gewohnt ist.
Die Infektion ist KEINE KRANKHEIT, sondern ein Reiz, sozusagen ein Doping für unser Immunsystem, mit dem es unter normalen Umständen sehr gut zurechtkommt.
Mir komme jetzt keiner mit den Bildern von Schwerleidenden an Beatmungsgeräten und Berichten über Spätfolgen. Unter einer Corona-Erkrankung (Achtung: Infektion ist nicht gleich Krankheit!!!) schwerleidende Patienten zu beatmen, hat sich ja als eher kontraindiziert erwiesen, und Spätfolgen kann jeder Schnupfen haben. Grippe-Viren sind eben höchst gefährlich. Schon immer und auch für alle Zukunft. – Wer sich damit auseinandersetzt und mit erfahrenen ÄRZTEN darüber spricht, weiß das, und braucht weder RKI noch Drosten und schon gar nicht Politiker.

Was tun?

Ihr seht mich die Schultern zucken. Das ist aber nur eine Spontanreaktion auf die Frage. Denn sofort blicke ich auf jene, die zurzeit wirklich guten Journalismus betreiben (ähnlich wie z. B. beim Watergate-Skandal, da konnten engagierte, kluge, neugierige u. leidenschaftliche Journalisten mit ebenjenen Fähigkeiten die Wahrheit ans Tageslicht bringen, wie man weiß) und auf Menschen, die als gute Anwälte nicht nur ihre Mandanten betreuen und versuchen, deren Rechte zu wahren, sondern sich auf Wahrheitsfindung in einer Sache für die (vermutlich gesamte) Menschheit fokussieren. Menschen, die sich nicht damit abfinden, dass die Dinge eben so sind, wie sie sind, sondern ihrem gesunden Menschenverstand folgen und dem Gefühl, dass da was faul sein muss, vertrauen.
Es gibt also Möglichkeiten, etwas zu tun. Und wie immer in der Menschheitsgeschichte sind es Gemeinschaften, die stark sein können, selbst wenn sie (anfangs noch) einer Mehrheit gegenüberstehen; derzeit einem Bollwerk von Millionen Menschen.

Mein Gefühl

Oooh, ja! Ich hab so ein Gefühl, dass mancher eines Tages den Kopf schütteln wird und nicht mehr begreifen kann, warum er (oder sie) dem hanebüchenen Blödsinn, der uns zurzeit präsentiert wird, auch nur einen Funken Glauben schenken konnte.
Ich bin nämlich sicher, dass die Wahrheit (übrigens meine beste Freundin) immer, IMMER ihren Weg ans Tageslicht findet. Besser noch: Sie ist immer da, wird nur nicht gesehen oder einfach ignoriert, weil es unbequem ist, sie anzuerkennen und zu vertreten.
Eine Lüge aufrechtzuerhalten kostet viel Energie, ganz viel Wachsamkeit, ständiges Überprüfen der konstruierten Realität … Aber es kommt zuverlässig der Zeitpunkt, wenn das Konstrukt zusammenbricht. Und ich bin mir sicher, dass all jene, die sich nicht mit dem, was man uns auftischt, abfinden können, weil es einfach gelogen ist, genau die Kraft sind, die dem Konstrukt den entscheidenden Stoß versetzen, der es zum Einsturz bringt.

Um es hier unmissverständlich klarzustellen:
NEIN, ich leugne nicht Corona. Wie könnte ich? Diese Virengruppe ist ich weiß nicht wie alt, wissenschaftlich belegt etc. Corona-Viren sind da, ich war auch selbst schon häufig daran erkrankt. Hier gibt es nichts zu leugnen!
NEIN, ich leugne auch nicht, dass diese Viren lebensgefährlich sein können, insbesondere für die Schwachen einer Gemeinschaft/Gesellschaft.
NEIN, ich bin nicht der Ansicht, man könne auf Vorsicht verzichten.

ABER, mit den Viren leben wir seit Menschengedenken, kein Weg führt an ihnen vorbei, wenn sie einen erwischen.
ABER, es hat zu allen Zeit immer die Schwachen einer Gemeinschaft erwischt, sie dahingerafft, wenn sie sich (bzw. ihr Immunsystem sich) nicht wehren konnten. In einer Gesellschaft wie der heutigen ist das nicht anders, bloß weil es Impfungen und Medikamente gibt.
ABER, der Mensch hat eigentlich ein intuitives Gespür dafür, wem er sich nähern will und ob überhaupt, man hält doch automatisch einen respektvollen Abstand, und häufigeres Händewaschen gehört zum alltäglich mehrfach durchgeführten Ritual.
ABER Masken sind der größte Blödsinn, sage ich, sagen Ärzte (und nicht „Ärzte“) und die Hersteller; Letztgenannte drucken es sogar auf die Verpackungen und übernehmen selbstredend keinerlei Verantwortung, wenn es trotzdem zu einer Infektion kommt … (wären wir in Amerika, es könnte Klagen hageln, wegen dieses Hinweises, falls dann doch …)

Fazit: Ich bin weder „Covidiot“ noch „Corona-Leugner“ noch gehöre ich in irgendeine andere derzeit von Politikern und „Journalisten“ sowie etlichen Bürgern liebgehabte Kategorie AndersDENKENDER.
Aber es scheint schlimm, dass ich überhaupt denke.
Noch schlimmer, dass ich drüber rede.
ABER, ich lasse mir das Denken nicht verbieten.
ABER, ich rede drüber, auch wenn es niemand der in ihren bequemen Komfortzonen ausharrenden … (da fällt mir kein passender Begriff ein, der noch höflich wäre, also lasse ich den Platz leer) hören will.

Mensch, werde wach!!!

Es kann doch nicht sein, dass die Evolution menschliche Geschöpfe mit einem Hirn und Lernfähigkeit beschenkt hat und dieses wunderbare Geschenk derart im Dämmerschlaf gehalten wird?
Leider doch, wie ich aktuell lese: SURGIT! Das Ende einer geistigen „Vollnarkose“ von Freigeist von Beeren.
Danke, dass dieses Buch mich gefunden hat. Das Titelbild hat mich angesprochen, der Titel passt in meine momentane Gefühlslage. Die Lektüre kann ich sehr empfehlen!

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay


Der unkritische Mensch

Was ist los mit den Menschen? Entwickeln sie sich nicht weiter?
Haben wir den Zenit menschlicher Entwicklung überschritten? Diese Frage stellte mir kürzlich jemand, der am Geist der Menschen ernsthaft zweifelt. Sie seien so leicht verführbar, viel zu schnell verwirrt und – zurzeit extrem – glauben alles, was ihnen erzählt und gezeigt wird und sich darüber hinaus unfassbar leicht in Angst und Panik zu versetzen. Da entstehe bei ihm der Eindruck, dass der gesunde Menschenverstand sich verabschiedet.

Ich teile seine Beobachtung. Lange schon und nicht erst seit das Schreckgespenst eines kleinen unsichtbaren Virus (nicht das erste und auch nicht das einzige seiner Art) uns als neue Geißel und tödliche Bedrohung für die Menschheit „verkauft“ wird. Das …

brillante Geschenk der Intelligenz …

liegt meines Erachtens verlotternd brach.
Der Mensch verfügt über Intelligenz, die er eigentlich tunlichst nutzen sollte. Doch anstatt eine Situation mit klarem Geist zunächst einmal kritisch zu prüfen, verfällt der Mensch sofort in Sorge und Angst, wenn man ihm ein bedrohliches Etwas nur eindrucksvoll mit modernen Mitteln der Technik (Bild und Ton) und den Kniffen entsprechender Kommunikation (verbal und körpersprachlich) vor Augen führt und zu Gehör bringt. Und in unserer stets und ständig auf vollumfängliche Information bedachten Welt ist es dann die permanente, sozusagen gebetsmühlenartig wiederholte Bild-Ton-Kommunikations-Flut, die sich im Bewusstsein verankert und Befürchtungen fleißig am Leben hält. Setzt auch dann noch kein Denken ein, ist zunehmende Angst vorprogrammiert. Und wir wissen alle, dass in großer Angst, ja Panik, vernünftiges Denken ausgeschlossen ist. Natürlicherweise verlagert sich die Reaktion in einer bedrohlichen bzw. als bedrohlich empfundenen Situation auf den Körper. Früher wurde angegriffen oder weggelaufen. Aber der Säbelzahntiger, mit dem eine Begegnung wirklich lebensbedrohlich war und eine Auseinandersetzung häufiger zu seinen Gunsten ausging, ist tot, heute sind die Feinde andere, häufig irreal, meistens konstruiert – von uns selbst und von Menschen, für die es von Vorteil ist, wenn wir Angst haben.
Das Adrenalin, das früher durch Aktion abgebaut werden konnte, bleibt im Körper aktiv.
Schaltet es vielleicht das Denken ab?

Der Mensch verliert seine Fähigkeit, kritisch zu sein

Wenn ich mich in meiner Umgebung so umschaue, besser: umhöre, stelle ich ziemlich erschrocken fest, dass die wenigsten Menschen die Informationen hinterfragen, die sie lesen und hören, und auch die präsentierten Bilder in TV, Internet und Zeitung im jeweils gezeigten Kontext einfach als wahr akzeptieren.
Oft fehlt aber das „Davor“ bzw. das „Danach“. Je nach gewünschtem Ziel sind Bilder von „Davor“ einfach abgeschnitten worden. Und nicht nur Bilder werden zusammengestellt, sondern auch Text, Aussagen von Menschen in Interviews zum Beispiel. Ein und dieselbe Aussage kann je nach Zusammenschnitt den eigentlichen, sehr vermutlich wahren, Kontext verlieren.

Kinder können es – noch!

Wie sehr bewundere ich Kinder, die, sobald sie sprechen können, ihren Eltern und anderen Erwachsenen manchmal sogar auf den Geist gehen mit ihren vielen Fragen:

Wieso?

Warum?

Weshalb

Woher?

Und dann?

Und dann …? UND DANN???

Seien wir doch auch wieder wie Kinder! Stellen wir Fragen, kritische vor allem, und bestehen darauf, direkte und auf unsere Fragen unmittelbar bezogene Antworten zu erhalten. Und wer nur mit „möglicherweise“, „eventuell“, „tendenziell“, „gegebenenfalls“, „vielleicht“, „könnte“ … antworten kann, sollte einfach mal sagen: Das weiß ich nicht. Das Eingeständnis von Unwissenheit ist eine Tür zum Dialog, ein Weg zu Gemeinschaft, in der dann beide Parteien gemeinsam die Fragen stellen.

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Wer fürchtet sich da noch vor Covid 19?

Angst vor einer schweren Erkrankung kennen wir erst, seit wir Krankheiten benennen können und ihr Wesen erforscht haben. Es gibt welche, für die gibt es Tropfen, Tabletten, Therapien … und des gibt welche, gegen die ist kein Kraut gewachsen. Bei manchen steht es sogar in den Sternen, ob man je ein Mittel findet, sie zu verhindern, zu heilen oder sie völlig zu beseitigen.
Diese Angst ist natürlich und nachvollziehbar. Doch unsere Gesundheit unterliegt im Wesentlich auch den Naturgesetzen, so sehr wir uns auch bemühen, gesund zu leben und Krankheiten vermeiden zu wollen.

Doch was ich gerade in einer Dokumentation bei arte sah, hat mir – wieder einmal, denn das Thema ist sehr viel älter als die Dokumentation, es verschwindet leider immer wieder durch Verdrängung einerseits und Überlagerung von viel zu viel überflüssiger Altagsinformationen sowie jeder Menge Ablenkung aus dem Bewusstsein – die Bestätigung geliefert, dass es einen sehr viel gefährlicheren Feind für uns gibt als einen Virus. Etwas, das uns überall umgibt, schwer aufzuspüren und erst recht mit keinem Medikament der Welt zu heilen oder zu beseitigen ist: Gifte in allem, was wir so täglich benutzen!!! Welchen Schaden sie schon angerichtet haben, welche fatalen Folgen sie der Menschheit für die Zukunft bescheren hat mich beim aufmerksamen Anschauen der Doku erschüttert.

In diesem Beitrag möchte ich nicht alle Einzelheiten aus meiner Sicht erörtern, sondern lieber auf die arte-Dokumentation verweisen.

Angesichts der bereits durch Studien belegten Folgen des Einflusses von sogenannten „Umwelthormonen“ auf Neugeborene, ihre Entwicklung über die letzten 50 Jahre und die Prognosen für die geistigen Fähigkeiten der Menschheit (nicht erst) in ferner Zukunft, halte ich Covid 19 für harmlos!

Ich empfehle euch, schaut euch bitte die ca. 55 minütige Dokumentation bei arte an.
ES LOHNT SICH.

arte TV – Umwelthormone – Verlieren wir den Verstand?

Bild von zefe wu auf Pixabay

Eltern – viele wissen nicht, was sie tun …

…, aber mit ihnen fängt jede Entwicklung des Menschseins an.

Als Monika noch ein Kind war, erfuhr sie, dass die großen Leute alles sagen und tun durften, ohne Rücksicht auf ihre kleinen Wünsche und Träume. Auch ohne Rücksicht auf ihre physische und psychische Unversehrtheit, auf die jedes Lebewesen ein Recht hat. Die Erwachsenen hörten selten zu, kritisierten jedoch ständig, was sie sagte, und ebenso ihre fantastischen Gedanken, die sie oft spontan aussprach. Sie demütigten, beleidigten und schlugen sie oder straften mit „bösem Blick“.

Alle anderen sind okay – Monika nicht

Wenn andere Leute, wie Nachbarn, Lehrer oder Verwandte über Monika schimpften, sich beklagten oder ihr zu nahetraten, war das immer richtig. Sie sollte sich mal nicht so anstellen und viel besser benehmen, sagten (auch) ihre Eltern. Sie lernte, brav stillzuhalten, nichts zu hinterfragen, einfach mitzumachen und es als normal hinzunehmen, sogar wenn es ihr völlig unsinnig erschien, unangenehm, schmerzhaft, beschämend und absurd war. Die anderen hatten ja immer recht. Und wenn Monika sich verhielt, wie es die anderen von ihr wollten, waren ihr sie wohlgesonnen.
Das Leben war dann für sie viel weniger schmerzhaft.

Wenn Monika trotzdem einmal wütend oder traurig war, ging sie ins Kinderzimmer und würgte das Kopfkissen auf ihrem Bett oder boxte hinein, bis sie nicht mehr konnte und schrie stumm in dieses Kissen hinein.

Irgendwann beschloss sie, einfach abzuwarten, bis sie selbst ‚groß‘ wäre. Sie glaubte, dass sie nur erwachsen werden müsse, damit sie sich selbst würde schützen können.

Was sie nicht wissen konnte, ist das Fatale an der Entwicklung …

Solchermaßen in jungen Jahren konditioniert, ändert Verhalten sich nicht einfach durch erwachsen werden. Schlimmer noch: Es setzt sich im Erwachsenenalter fort. Und es fanden sich immer wieder Menschen in Monikas Leben ein, die genau das nutzten. Unbewusst vielleicht, aber dennoch manipulativ für eigene Zwecke. Und immer noch und immer wieder verhielt sie sich, wie man es von ihr erwartete. Nahm hin, duldete und machte mit – immer so lange, bis sie es nicht mehr ertrug, ihr Körper rebellierte und sie ‚gewaltsam‘ Grenzen setzen musste, indem sie Beziehungen abrupt beendete und auf Nimmerwiedersehen verschwand.

Erkenntnis kommt, irgendwann

Das Gute an erwachsen sein und Lebenserfahrung ist, dass Monika nach vielen Enttäuschungen und schmerzvollen Erfahrungen irgendwann die Erkenntnis über die Ursachen gewann. Und als sie erkannte, dass sie das Verhalten der Menschen in ihrem früheren Leben selbst auf jene projizierte, die ihr heute wirklich wohlgesonnen sind, wurde ihr das Fatale an ihrem Verhaltensmuster bewusst. Und deshalb sind es heute noch immer ein paar unbedeutend scheinende Kleinigkeiten, die verletzend in ihr wirken wirken, obwohl diese gar nicht so gemeint waren.

Jetzt gilt es, das zu überwinden. Erkenntnis allein wird ja nicht helfen, denkt Monika. Die Ratio kann alles gut sortieren. Die Gefühle alter Traurigkeit und daraus resultierender Wut treten inzwischen vermehrt ans Tageslicht und verlangen nach Aufmerksamkeit. Sie sein zu lassen, sie liebevoll anzunehmen und nicht zu schlucken, zu ignorieren und vergessen zu wollen wie bisher, ist jetzt ihre Aufgabe. Das Selbst selbst zu schützen und sich zu Ablehnung, Abscheu und Unbehagen klar und entschieden zu positionieren, diese neue Konditionierung muss geübt werden. 

Sie will nie wieder ja sagen, wo sie nein fühlt

Kein leichter Weg, Monika weiß das, aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich bediene mich in dieser kleinen Geschichte (vielleicht wird ein Buch draus …) ein bisschen der Sprache des „Kleinen Prinzen“, der auch von den wundersamen „großen Leuten“ spricht. Er beschreibt so herrlich naiv, aber äußerst tiefsinnig und klug die Erwachsenen, die er, als Prinz in seinem Herzen ein Kind geblieben, mit Staunen und Unverständnis beobachtet und beschreibt.
„Der kleine Prinz“ sollte m. E. Pflichtlektüre (nicht nur) für Eltern sein.

Und es passt diese Betrachtung meiner Meinung nach auch auf die heutige Zeit bezogen auf die Politiker (als wundersame „große Leute“) wie ich sie gerade zurzeit mit Staunen und Unverständnis beobachte.

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Kein Ausweg!?

Die Nachdenklichkeit, die mich seit Wochen ergriffen hat, weicht nicht. Sie zwingt mich, Gedanken aufzunehmen, ihnen zu folgen, sie zu beleuchten, zu Ende zu denken und über den Tellerrand hinauszuschauen. Ich habe das Denken nämlich noch nicht eingestellt, wie ich es zurzeit bei der „breiten Masse Mensch“ traurigerweise erlebe. Ja, ich habe den Eindruck, der Mensch verlernt zunehmend, sein Hirn zu gebrauchen. Er nimmt alles an und hin, ohne es zu prüfen. Informations-Fastfood, nenne ich das. Auch Fastfood vertilgt der Mensch. Er beißt, kaut kurz und schluckt. Was sein Körper dazu sagt, liest er bestenfalls später auf der Waage … oder noch später, wenn der Doc mit diversen Diagnosen aufwartet.
Aber das ist heute nicht das Thema. Über den seltsamen Genussverlust in der Gesellschaft schreibe ich später vielleicht mal.

Aus der Kiste kommen sie nicht raus

Darum kreisen meine Gedanken seit Beginn dieser Woche: Corona und die Folgen. Nein, nicht die wirtschaftlichen, sondern die gesellschaftlichen. Die zwischen Mensch und Mensch, in Gemeinschaften, in Gruppen, in der Kultur, kurzum: überall.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Da stimmt mir wohl jeder zu. Um diese unsere Natur zu leben, brauchen wir Gesellschaft. Ein Du, noch besser ein Wir. Soziales Miteinander ist Nahrung für Geist, Seele und Körper. Etwas miteinander tun, Freude daran haben, lernen, den Geist bereichern, der Seele schmeicheln und auch dem Körper und so weiter und so fort, das IST LEBEN.

Aber zurzeit machen uns die politisch Verantwortlichen einen dicken Strich durch – nein nicht die Rechnung – durch unser LEBEN. Der sogenannte „Gesundheits“minister will jetzt das Feiern am liebsten ganz verbieten. Frau Kanzlerin verweist auf hohe Bußgelder, wenn jemand die Quarantäne verlässt, in die er sich tunlichst selbst einzusperren hat, wenn er aus einem „Risikogebiet“ zurückgereist kommt … Familien-Feiern beschränken, am besten verbieten? Karneval nicht stattfinden lassen? Und was noch?
Ich frage mich dabei, und das nicht erst jetzt: Wohin sind wir eigentlich geraten, dass die Sache „Corona“ so einen Verlauf nehmen konnte? In was für einer Gesellschaft leben wir, dass Rücksicht, Achtung, Respekt und (vor allem) Empathie nicht menschgegeben und normal ohne diktierte Regeln, Druck und Drohung funktionieren? Wo ist die Menschlichkeit, die uns als soziale Wesen auszeichnet und aus allen Lebewesen dieser Erde emporhebt?
Und was ist mit der Freiheit, unserer Selbstbestimmung? Wir dürfen nicht mehr selbst verantwortlich sein, ein Risiko für uns selbst, für unsere Nächsten einschätzen, unser Tun abwägen und dann entscheiden – das haben die Politiker übernommen, verbotenerweise …

Das wird kein Ende nehmen

…, denke ich, und das ist wirklich bitter.
Nicht Covid 19 ist unser Feind. Wir leben mit den unterschiedlichsten Viren und Bakterien, solange wir auf Erden wandeln. – Wo hab ich das schon mal gelesen? Ah, ja! Selbst geschrieben in einem anderen meiner Beiträge. – Unser Organismus hat jedenfalls gelernt, damit umzugehen, hat sich entwickelt, gestärkt und kommt mit derartigen Angriffen zurecht, ohne zugrunde zu gehen. Erst die Auseinandersetzung mit diesen fiesen kleinen Viren und Bakterien hat unseren Organismus zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Wunderwerk.
Ausnahme: Er war/ist bereits geschwächt oder überaltert. Dann an einem Virus oder Bakterium zu sterben ist NATURGESETZ, und muss als solches hingenommen werden.
Unser Feind ist meiner Meinung nach viel mehr der heutzutage herrschende, ausgeprägte Egoismus, mangelhafte Aufmerksamkeit für den Nächsten, fehlende Liebe zum Leben, zum Nächsten und überhaupt. Unser Feind ist m. E. auch die fehlende Akzeptanz des Todes, der an jedem Lebensende steht, ob es uns passt oder nicht. Unser Feind ist fehlende Demut, hinzunehmen, dass manches Leben eben auch sehr früh enden kann. Unser Feind ist der fehlende Respekt vor den Naturgesetzen!

Und weil Fakt ist, dass Covid 19 niemals verschwinden wird, sondern wir es akzeptieren und damit leben müssen, ist es falsch, dieses Feindbild Virus zu erzeugen, das Verunsicherung und Angst mit sich bringt. Uns wird gerade die Chance geraubt, unseren Organismus mit dieser neuen Herausforderung vertraut zu machen. Um kein Virus wurde so viel Theater gemacht wie um Covid 19 – damit will ich seine Gefährlichkeit nicht minimieren. Aber an jedem anderen „banalen“ Virus sind im Laufe der Menschheitsgeschichte weitaus mehr Menschen verstorben. Und mir soll keiner erzählen, dass wir es allein den Corona-Beschränkungen zu verdanken haben, dass es bislang erst „so wenig“ Tote, die in Verbindung mit Covid 19 verstarben, in Deutschland gibt. Zu keiner Grippe-Epidemie trug irgendwer, sofern er nicht selbst an einer schweren chronischen Krankheit litt, eine Maske. Zurzeit ist die Maske ein rotes Tuch, denn sie spaltet die Gesellschaft. Wer gegen die Maske meutert, wird als rücksichtslos angesehen und dementsprechend sogar beschimpft; selbst von den politisch Verantwortlichen quasi als Unmensch hingestellt (Achtung: Bußgeld). Also trägt der Mensch, immer noch ohne eine Sekunde über Sinn und Unsinn und Logik in der Sache nachzudenken, offen oder versteckt meuternd diese blöde Maske. Dabei weisen selbst die Hersteller wie auch Mediziner darauf hin, dass diese Masken keinen Schutz vor Infektion bieten und nur Sinn machen für jene, die erkrankt sind und andere schützen möchten.
Der Mensch könnte zum Feindbild werden – oh weia! Bin ich infiziert? Bin ich es nicht? Man könnte Gänseblümchen rupfen und käme zu keinem sicheren Ergebnis. Wie mit einem Corona-Test u. U. auch, z. B. wenn die Ergebnisse irgendwie verschlampt werden oder weil der Test zu früh erfolgte und erst Tage später ein positiv oder (halleluja) negativ sicheres Ergebnis liefert.
Gestern fiel mir ein wenig lustiger Gag ein: Ich lasse mir ein T-Shirt bedrucken mit der Aufschrift: „BIN VIRENFEI“ oder „ICH NIX COVID 19“ … Böse, böse, ich weiß es wohl, und ich werde solches auch tunlichst unterlassen. Aber erinnern wir uns … schon in grauer Vorzeit wurden Menschen dieser Welt markiert, manche durch Tätowierung, durch Brandzeichen oder (schlimmer) mit einem Sternchen.
Ich bin gesund, weil ich mich gesund fühle. Basta! Ich will nicht anders denken.
Ich umarme Menschen, weil Händeschütteln von je her „ungesund“ war. Gibt es übrigens auch nur in der westlichen Welt. Wer hat’s nur erfunden?
Ich halte zu fremden Menschen schon immer Abstand, gerne auch weit mehr als 1,5 m, denn es ist mir mein Leben lang unangenehm gewesen, wenn mir jemand auf den Pelz rückt. Daher tu ich es auch nicht.
Händewaschen? Auch schon zu allen Zeiten, nicht nur, weil grippale Infekte drohen!
Menschenansammlungen: Never in my life! Ich mochte und mag sie einfach nicht, sie ängstigen mich, weil in Massen seltsame Dynamiken entstehen können, mit und ohne Grund, vor allem aber gefährlich für Leib und Leben.
„AHA“ findet in meinem Leben also schon seit geschätzt 50 Jahren statt. Noch Fragen?

Also: Nun haben die politisch Verantwortlichen diesen Corona-Beschränkungszirkus einmal angefangen, jede Menge Schaden angerichtet, von dem wir noch nicht absehen können, was der uns mal kosten wird bzw. wie viele wunderbare Existenzen ihm zum Opfer fallen (was ich ganz besonders entsetzlich finde), nun jedenfalls kommen sie aus der Kiste nicht mehr raus.
Wie sollten sie eine Abkehr davon auch begründen? Endlich ist der Wunderimpfstoff da, und wir schaffen eine Impfpflicht per Gesetz? (Neue Gesetze zu verabschieden, darin sind sie ja großartig, wie wir alle wissen.) Ein Zaubermittel in Form einer Pille? Die Erkenntnis, dass Covid 19 zwar sehr ansteckend, aber weitestgehend doch „normal“ ist? Ein Wunder?
Nein, machen wir uns nichts vor: Der Schaden ist angerichtet, und es gibt meiner Meinung nach langfristig keinen Ausweg.

Nochmal: Das hat nicht Covid 19 geschaffen. Das Virus muss nur herhalten für allerlei nicht zu verstehende, fast jeder Logik entbehrende Maßnahmen. Mir zeigt das vor allem eins: Es sind die politisch Verantwortlichen, die große Angst haben. Und wenn Angst zu unerträglich wird, überträgt man sie auf jemand (oder etwas) anderen. Der dann auch verantwortlich zu sein hat.

Das Nachdenken wird weiterhin nicht aufhören

…, fürchte ich. Nein, fürchte ich nicht.
Ich bin froh!!! Denken kann ich.
Weder Covid 19 noch der ganze Tumult drumherum mit allen Schreckensbildern (durch die Medien verbreitet) oder nicht schlüssigen Informationen (häufig in der Möglichkeitsform geäußert), die zur Manipulation beitragen, halten mich nicht davon ab.
Und ich werde nicht verstehen, was ich nicht begreifen kann – bei aller Nachdenklichkeit.

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Traum von einem anderen Leben

Wer hat ihn nicht?

Die meisten Menschen denken mindestens einmal in ihrem Leben über eine grundlegend andere Lebensweise nach, behaupte ich. Diese Behauptung fußt auf Erfahrungen. Angefangen bei meinen Eltern, die einst planten von Nordrhein-Westfalen ins Saarland zu ziehen, dort ein Eigenheim zu bauen und damit das damalige Leben wirklich völlig zu verändern und sogar mit neuer beruflicher Chance für meinen Vater auch wirtschaftlich zu verbessern. Bis zu einer langen Liste von Freunden, Bekannten, Kollegen und Nachbarn, die über Veränderung sprachen, von ihren Vorstellungen über das Wo und Wie geradezu schwärmerisch fantasierten.
Ihren Traum erfüllt haben sich die wenigsten. Ganz genau: keiner von ihnen.
Immer gab und gibt es gefühlt tausend Gründe, eine solche Idee eben (besser?) nicht umzusetzen. Neun von zehn Menschen bleiben schon bei den ersten gedachten Hürden, die zu überwinden sind, in ihren Überlegungen stecken. Schnell wachen sie auf und loben sich für ihren Realitätssinn, der sie schön am Boden hält und so weitermachen lässt wie immer.

Sollten Träume Träume bleiben?

Zumindest habe ich mal so argumentiert.
Kurze Geschichte: Ziemlich viele Jahre lang träumte ich davon, Motorrad zu fahren, wollte den Führerschein machen und mit einem schicken Bike – nein, nicht die Gegend unsicher machen – die Welt, wenigstens aber Europa bereisen. Der heftige Sturz mit einem kleinen Motorroller, fast aus dem Stand, also ohne Geschwindigkeit, aber so heftig, dass ich auf die Seite schlug, schlimme Blutergüsse und eine Gehirnerschütterung davontrug, ließ mich diesen Traum überdenken. Die Vorstellung, mit vielleicht 80–100 km/h in irgendeiner Leitplanke oder um einen Baum gewickelt zu landen, dort zu „enden“, ließ mich Abstand nehmen von diesem Traum. Ich betrachtete den Sturz mit dem kleinen Motorroller als Zeichen. Statt Führerschein und Motorrad entschied ich mich für ein Klavier.
Sehe ich euch schmunzeln? Auch meine Tochter schmunzelte zunächst, aber dann fragte sie mich entgeistert, ob das mein Ernst sei, schließlich wäre doch das Motorradfahren immer schon mein Traum gewesen. „Manche Träume sollten vielleicht ebensolche bleiben“, argumentierte ich. „Träumen vom Cruisen mit einem Bike ist völlig ungefährlich. Ein Sturz vom Klavierhocker weniger wahrscheinlich als ein Unfall mit dem Motorrad, er ist ganz sicher nicht tödlich, und man trägt vermutlich nicht mal eine ernsthafte Verletzung davon, sollte man überhaupt vom Hocker fallen. Und last but not least: Auch vom Klavierspielen träume ich schon ewig.“

Aber grundsätzlich kann und sollte niemand davon ausgehen, dass Träume Träume bleiben sollen oder müssen. Es ist wohl immer eine Frage des Vertrauens in die Machbarkeit. Eine Veränderung im Leben ist meiner Meinung nach relativ sicher immer realisierbar und muss deshalb nicht nur in unseren Träumen stattfinden.

Mein Traum vom Andersleben

Es begann mit einer Vision: Warum und woher auch immer hatte ich eines Tages plötzlich ein Cottage in Südwales vor meinem geistigen Auge: … eingebettet in viel Grün mit Wiesen und Baumbestand, mit drei bis vier Schlafräumen, einem großen Wohnraum, großzügigem Esszimmer, Bädern, Wintergarten, Terrasse umgeben von einem wunderschönen Garten und das Ganze angegliedert an ein Dorf oder eine Kleinstadt, in der man sich mit allem Notwendigen versorgen könnte … Auf den Wiesen um das Cottage grasten zwei, drei Ponys und zwei Kühe, Hühner und natürlich gab es einen Hund … ich sah Menschen zu mir kommen, Reisende, Wanderer, Radfahrer, die Rast machten, denen ich Kaffee oder Tee, eine kühle Erfrischung und Kekse oder belegte Brote servierte. Manche mochten einige Tage bleiben … im großen Speisezimmer trafen alle zusammen am großen Tisch. Es wurde geplaudert, gelacht … es ging lebendig und fröhlich zu

Von dieser Vorstellung war ich so begeistert, dass ich anfing zu googeln. Gibt es so ein Haus, fragte ich mich, und wurde auf Anhieb fündig. Ich war ziemlich erstaunt, dass meine Vision sich in den Angeboten der Immobilienmakler in Südwales spiegelte. Kann man so was kaufen? Ja, man kann. Das Angebot ist unglaublich groß, und die Preise sind nicht himmelschreiend.
Seitdem habe ich die Angebote abonniert, freue mich über jedes Haus, das meiner Vision nahekommt und träume …

… weiter

Nun würde ich vermutlich kein bed & breakfast eröffnen (aber warum eigentlich nicht?).
Oder ein Wanderer-Café … (s. o.)
Tatsächlich würde ich diese Idee „parken“ und eine Entwicklung flexibel handhaben, auf mein Gefühl vertrauen, wenn es mir „sagt“: Tu es! Dann würde ich es tun!
Aber viel eher wünsche ich mir ein PROJEKT. – Wie das aussehen könnte?
Menschen finden zusammen, weil sie gemeinsam leben möchten. Es gibt genug Menschen, die allein sind und sich Gemeinschaft wünschen. Sie sind in einem gewissen Alter, fühlen sich lebendig, unternehmungslustig und einfach zu jung, um sich in die Seniorenkiste verfrachten zu lassen. Sie verweigern sich dem Einfluss der Werbung (angefangen bei Tebonin über Tena-Dings bis hin zum Lifta), von „tollen Angeboten“ wie dem Seniorenticket, Seniorenteller und Essen-auf-Räder-Service und dem infektiösen Einreden von Gehhilfe, betreutem Wohnen und Rollator … Sie sind gesund, fühlen sich fit und wollen es bleiben. Sie wollen die Regie in ihrem Leben nicht den lieben Kleinen (auch wenn die inzwischen erwachsen sind) überlassen oder irgendwem anders. Sie erwarten noch etwas vom Leben!
Dafür halten sie sich körperlich und geistig fit, essen vernünftig, genießen maßvoll und lieben das Leben, die Natur und die Kunst.
Wichtig jedoch ist: Gemeinschaft. Die Fitness eines Menschen auf allen Ebenen ist ganz wesentlich positiv beeinflussbar, wenn er sich einer Gemeinschaft zugehörig, akzeptiert und in ihr geliebt fühlt.

Von der Machbarkeit

Jaaa … Optimistisch, wie ich bin, gehe ich davon aus, dass so etwas machbar ist.
Vor dem Wo und Wie und Wann steht die Frage nach dem WER. Und wer alles? Und wie viele?
Ich gebe zu, der Traum ist kein kleiner. Aber ich hatte schon vor einigen Jahren Kontakt zu jemandem, der so ein ähnliches Projekt im Osten Deutschlands aufgezogen hat. Dort gingen sie sogar so weit, sich möglichst autark zu versorgen, was natürlich voraussetzte, dass die Mitglieder der Gemeinschaft über entsprechende berufliche Voraussetzungen verfügten. Alle Achtung, das hatte mich schwer beeindruckt. Vielleicht, so überlegte ich schon, könnte ich mich einfach einem bestehenden Projekt anschließen? Mhm. Ich will aber z. B. nicht in den Osten Deutschlands und absolute Autarkie habe ich auch nicht im Sinn.
Aus mir bisher unerfindlichen Gründen zieht es mich nach Südwales … und wie die Geschichte mit dem Roller betrachte ich auch die Vision als ein Zeichen, eben genau dorthin zu gehen, wenn ich meinen Traum von einer Lebensgemeinschaft Gleichgesinnter leben will.
Zur Machbarkeit gehört natürlich die Finanzierbarkeit.
Als alleinstehender Mensch, erst recht als Freiberufler, bekommt man keinen Kredit; erst recht und ganz besonders dann nicht, wenn man bereits 60 Lenze zählt. Die Bank kann ja nicht sicher sein, ob sie ihr Geld wiederbekommt … Sicherheiten hab ich auch keine. Wer, wie ich, drei Kinder allein aufzieht und so ziemlich jeden Job macht bzw. derer auch schon mal zwei machen musste, schafft keine „Sicherheiten“. Das alltägliche Leben kostet.
Man könnte so ein Objekt sicher auch mieten … ihr merkt, ich bin nicht bereit, eine Hürde einfach stehen zu lassen und umzukehren, weil ich keinen Weg drüber, vorbei oder darunter hindurch sehe. Ich schau mir die Hürde an und betrachte die Möglichkeiten.
Ebenfalls zur Machbarkeit gehören die Menschen, die sich engagiert anschließen mögen.
Das, so werden jetzt viele denken, dürfte eigentlich die größte Schwierigkeit darstellen. Das, meine Lieben, sehe ich anders. Gemeinschaft lebt nicht durch die Gleichheit oder große Ähnlichkeit aller Charaktere, sondern durch deren Facettenreichtum. Wir sind Individuen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man sich kennenlernt, sich mit den Stärken und Schwächen eines jeden arrangieren kann und dennoch mit Achtung, Respekt und Akzeptanz in einer Gemeinschaft leben, lachen, lieben und füreinander da sein kann. – In unserer Gesellschaft haben wir das bloß verlernt oder schlimmstenfalls bereits vergessen. Und was nicht gleich und nicht langfristig „passt“, wird heutzutage schnell aussortiert.
Das, so meine ich, ist die verkehrte Art und Weise mit Unterschiedlichkeiten umzugehen.
Und so hätte ich kein Problem damit, völlig fremde, neue Menschen wahrhaft kennenzulernen und mich auf eine Gemeinschaft mit ihnen einzulassen, wenn das Ziel auch für sie dasselbe wäre.

Ein schöner Traum! – Ein zu kühner Plan?

Warum zu kühn?
Einfach nein zu einem kühnen Plan zu sagen, ohne erst mal wirklich alles bedacht zu haben, ist falsch. Denn erst wenn alles zu Ende gedacht wurde, wird man ein Ergebnis haben. Und warum sollte ein Plan, so verwegen und visionär er auch daherkommt, denn nicht Realität werden können?
Hätte Walt Disney so gedacht, hätten wir seine fantastischen Zeichentrickfilme niemals gesehen. Er wurde so oft ausgelacht wegen seiner Filmideen und von den Produzenten abgewiesen. Aber ihn trieb seine Vision an, und er ließ nicht locker, ließ sich seine Vision einfach nicht nehmen. Er fand Wege, vertraute seiner Fähigkeit und vor allem seiner Vision.
Da mich nun meine Vision partout nicht verlassen will, pflege ich sie weiterhin. Wann und wie ich interessierten Kooperationspartnern (so will ich sie mal nennen, denn wir sprechen hier ja von einem PROJEKT) begegnen werde – insbesondere, weil diese blöde hausgemachte C-Krise derzeit hinderlich ist und vielleicht auch der Brexit das Ganze erschweren könnte –, werde ich erleben. Ich bin trotz dieser gedachten Hürden in meiner Aufmerksamkeit vollkommen präsent und vertraue auf die Zeichen. Die gibt es nämlich immer, ungeachtet aller Probleme dieser Welt.
Das Leben wird mir die Menschen auf den Weg schicken. Das Vertrauen auf mein Gefühl wird mich leiten, und dann muss dieser Traum keiner bleiben.

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Keiner merkt’s …

Covid 19 scheint ein Zauber“mittel“ zum Zweck

zu werden. Ups!
Ich kann förmlich eure Gedanken hören. Hat die noch alle Tassen im Schrank? Hat sie, das kann ich euch versichern. Aber tatsächlich muss ich gestehen, dass meine Gedanken, die mich zurzeit vermehrt regelrecht anspringen, schon fast erschrecken. Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Keime dieser Gedanken schon vor längerer Zeit durch das kurze Aufblitzen von Informationsfetzen aus allen möglichen Richtungen gesetzt wurden und jetzt durch die Vorgänge um mich herum, die ich selbstverständlich aufgrund meiner sehr guten Aufmerksamkeit und Auffassungsgabe bemerke, reichlich Nahrung erhalten.
Was denn nun?

Beispiel: Einkaufen und „aus Sicherheitsgründen möglichst bargeldlos zahlen“

Da klingelt doch was, oder? Also, ich steh an der Kasse in einem Drogeriemarkt, und während der bargeldlose Zahlungsvorgang der Kundin vor mir abgewickelt wird, springt mich folgender Gedanke an: Das Bargeld wird abgeschafft.
Ziemlich überrascht zucke ich innerlich zusammen und überlege, ob ich die 6 Euro irgendwas tatsächlich mit der EC-Karte zahlen „sollte“ oder mit dem in meinem Portemonnaie vorhandenen Bargeld bezahle. Denn eigentlich zahle ich solche Bagatellbeträge niemals mit der Karte.
Daraus entstand gleich der nächste Gedanke: Jede Zahlung mit der EC-Karte verursacht eine Buchung auf dem Konto … Gebühren??? Noch gibt es die nicht, aber … Sollte das Bargeld wirklich „aus Sicherheitsgründen und zum Schutz vor der Übertragung lösewollender Viren“ abgeschafft werden und die Bankkunden mit (zunächst) klitzekleinen Gebühren für jede Zahlung belegt werden … Das Bild sich die Hände reibender Bankdirektoren schob sich vor mein geistiges Auge.
Und es ist nun mal eine Tatsache: Jede Krise hat ihre Verlierer (die sind häufig in der deutlichen Mehrzahl) und ihre Gewinner … ist so!

Gefährlicher Automatismus

Tja, was soll ich sagen? Als die Kundin vor mir den Laden verlässt, lege ich meine wenigen Artikel aufs Band und – zahle bargeldlos. Etwas erstaunt registriere ich, was ich gemacht habe! Ohne die vorherigen Gedanken weiter beachtet zu haben, allein mit der Konzentration darauf, dass ich die blöde Maske endlich loswerden muss, weil sie mir die Frischluftzufuhr raubt und ich mich wie vor einem Fön mit höchster Heizstufe fühle, zückte ich die EC-Karte und zahlte die 6 Euro und etwas mit der Karte.
Es entstehen aus den derzeitigen Einschränkungen heraus gewisse Automatismen, wenn der Einzelne nicht höllisch aufpasst …
Ich bin ziemlich froh, dass ich es bemerkt habe! Und ich werde künftig noch viel aufmerksamer sein, denn wer weiß schon, wohin das alles führen soll … wird … ???

Kleine Anmerkung zum Beitrag „Nobody needs Facebook“: Mein Verschwinden wurde noch von niemandem bemerkt … soviel dazu 😉

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Nobody needs Facebook …

Oder doch?
Ein paar Tage dachte ich – zum wiederholten Male – darüber nach, was ich eigentlich bei Facebook mache. Wozu hatte ich mir vor etwa acht Jahren diesen Account eingerichtet?
Ich erinnerte mich: Der Grund war ein Umzug in ziemlich weite Ferne. „Man“ meinte, über Facebook würde „man“ in Verbindung bleiben … mhm, ich war damals zwar schon nicht überzeugt, richtete aber dennoch ein Facebook-Konto ein. Etwas später riet mir ein erfahrener Medienberater, dass niemand ohne eine Facebook-Seite für sein „Geschäft“ auskomme, das sei einfach Zeitgeist. Überdies müsse „man“ dann auch mindestens einmal pro Woche etwas posten.
So so so, was „man“ nicht alles müssen soll …

Die Zeit verging

Ja, was soll ich sagen? Die Verbindungen bestanden daraus, dass ich über die Posts erfuhr, was meine „Freunde“ so treiben. Wobei „Freunde“ in der Facebook-World eher nicht die Bedeutung hat, die ich dieser Bezeichnung beimesse. Aber, so what? Die Welt dreht sich, die Dinge verändern sich ständig, warum nicht auch der Umgang mit dem Begriff „Freund“.
Auch eine Facebook-Seite unterhielt ich, fütterte sie brav einmal wöchentlich.
Ich war also drin. Und das inzwischen fast acht Jahre. Tja, und einmal wöchentlich reichte irgendwann nicht mehr. Und was brachte es? Nichts.

Permanentes Schwanken

Schade eigentlich, dass ich nicht Buch darüber führte, wann Facebook nervte, wann Posts mich abstießen statt zu erfreuen, wann ich sie strohdumm, blöd und überflüssig fand, wann Kommentare mich auf die Palme brachten, wann Werbung mir den letzten Nerv zu töten versuchte, wann mich „Anmache“ durch einsame Männer aus fernen Landen mich beinah wütend machten, wann …
Ja, eines Tages stellte ich fest, dass ich über die Posts meiner Kids Dinge erfuhr, von denen ich andernfalls (vermutlich) nie etwas erfahren hätte. Denn statt mehr oder weniger regelmäßig zu telefonieren oder sich zu treffen, hatten wir ja Facebook. Wie überaus praktisch: Man muss nirgendwo hinfahren, niemand muss Kuchen backen, Kaffee kochen oder gar ein Essen vorbereiten (wobei es auch ganz ohne irgendwas geht, Hauptsache man begegnet sich). Man spart ungeheuer viel Zeit, wenn man nur noch Bildchen hochlädt und Zwei- bis Dreiwortsätze dazuschreibt. Man bleibt einfach in Verbindung.

Als ich das erste mal schwankte, wohnte ich nur wenige Kilometerchen von meinen Kids entfernt, aber ich bekam zunehmend das Gefühl, dass die räumliche Distanz überhaupt keine Rolle spielte. In der Ferne brachte uns Facebook keineswegs „näher“, und in der räumlichen Nähe änderte sich an der Pflege der Verbindung auch nichts. Es blieb überwiegend bei Facebook.
Rein virtuell. Oberflächlich. Nix Nähe.

Okay, ich will ehrlich bleiben: Man traf sich natürlich auch mal. Es gibt ja immerhin Geburtstage … Weihnachten … Ostern …

Welchen Sinn macht Facebook für mich? Mein Geist ist ein wunderbarer Freund. Was er nicht versteht, kaut er immer wieder durch, und kommt er zu keinem befriedigenden Ergebnis, meldet er es dem Verstand. Das tut er so lange, bis eine vernünftige Reaktion erfolgt.
Als das Schwanken zunahm, der Geist schlicht keine Ruhe gab, wurde die Frage nach dem Warum Facebook immer drängender.

Und Facebook selbst „drängelte“ auch. Mal verkrümelten sich „Freunde“, mal gab es weniger „Gefällt mir“ für meine Seite. Das nagte an meinem Innern, wie ich widerwillig feststellte. Anfangs versuchte ich noch herauszufinden, wer sich verkrümelt hatte bzw. sein „Gefällt mir“ zu meiner Seite entfernt hatte, bis mir klarwurde, welchen Unsinn ich da trieb.
Und Facebook „mahnte“, meine Freunde hätten so lange nichts mehr von mir gehört …
Ich seufzte, aber was soll ich den „Freunden“ erzählen, da es in der Flut von Informationen bei allen untergeht? Da begann ich, solche Meldungen zu ignorieren, und ich pfiff auch auf die sich verdünnisierenden „Freunde“. Die verbliebenen wussten nicht mal, wann ich Geburtstag habe. So lange mein Geburtsdatum öffentlich war, reagierten sie mit Gratulationen – wie Automaten!!! Als ich das Datum, zunächst als Test, privatisierte, rührte sich niemand mehr. Bezeichnend, fand ich, und ließ es dabei bewenden.

Krisen sind sinnvoll

Ob das nun die aktuelle C-Krise ist oder eine beliebige andere ist oder schlicht mein Alter, es stellt sich mir zunehmend häufig die Frage nach dem Sinn. Was brauche ich wirklich, was ist mir tatsächlich wichtig und tut mir das, was ich habe gut? Wer will ich weiterhin sein, und womit will ich meine kostbare Zeit erfüllen? Was bringt mich weiter? – Nicht beruflich, sondern in meinem Sein. Wenn ich es genau erinnere, stelle ich mir diese Frage schon sehr viel länger.
Aber ich bleibe jetzt mal bei der C-Krise. Ist euch, sofern ihr einen Facebook-Account unterhaltet, aufgefallen, dass es keine Posts mehr über z. B. aktuelle Meldungen des RKI zur Corona-Krise gibt? Auch Politiker sind auf Facebook bezüglich der C-Krise ziemlich still geworden.
Parallel gibt es in den Nachrichten nur noch den Hinweis auf derzeit steigende Infektionszahlen. Nicht mehr Zeit als ein oder zwei Wimpernschläge benötigt der Satz der charmanten Petra Gerster, wenn sie über die aktuellen Zahlen spricht.
Covid 19 ist in der Öffentlichkeit kein medizinisches Problem mehr, wie es scheint, dafür gibt es nun „strenge Kontrollen“ und bei Verstößen hohe Bußgelder für Maskenmuffel. die Androhung nicht nur von Geldstrafen, sondern insbesondere der Hinweis, wie schändlich sich Maskenverweigerer verhalten, wie unmenschlich, rücksichtslos und egoistisch sie sich gebärden, ist Sendezeit wert. Der Fokus liegt längst nicht mehr auf diesem Virus, sondern viel stärker darauf, wie man die Menschen kontrollieren und manipulieren kann – und vielleicht auch darauf, wie man die Kohle wieder reinbekommt, die man mit mehr als vollen Händen ausgegeben hat.
Und bei Facebook? Da grassiert innerhalb der kommenden Stunden der Hashtag #prayforbeirut … … … Eine große Explosion – zahllose Verletzte – einige Tote – schlimm, ohne Frage. Aber der Fokus der Menschen wird dadurch (noch mehr) abgelenkt auf das, was ansonsten in Sachen Covid 19 läuft … während die Beschneidung der persönlichen Freiheit munter weitergeht und das Selbstbestimmungsrecht, das uns naturgegeben zusteht, per Gesetz geraubt wird.

Auf- und ausräumen

Spätestens aufgrund meiner Beobachtungen in den vergangenen zwei Wochen und einer intensiven Auseinandersetzung über das Für und Wider sowie dem Zuhören, was die Menschen so von sich geben (nicht Politiker, Virologen – die übrigens auch ziemlich schweigsam geworden sind – und sonstige Pseudowissende), sondern Menschen, die ich gut zu kennen glaube, haben meine Überlegungen nach Sinn und Unsinn in meinem und im Leben generell befeuert. Ich bin teilweise entsetzt, wie intelligente, kluge Menschen argumentieren, wie sie sich hirnwaschen lassen, ohne kritisch zu hinterfragen und nicht mal bereit dazu sind, die Sachlage einfach mal aus einer anderen Position zu betrachten.
Für mich ist diese Krise gut, weil ich das große Ganze zunehmend erkenne, weil ich erkenne, dass ich mich schon seit Jahren nicht täusche und weil sie mich wieder hinführt zu dem, was wirklich wichtig ist und das Leben ausmacht.

Mit der Löschung meines Facebook-Kontos ist der erste Schritt getan.
Keine albernen Joke-Posts, keine gruseligen Tierquäler- und Naturzerstörer-Bilder/Meldungen, keine Panik verursachenden Weltuntergangsszenarien (z. B. durch bösewollende Viren), keine profilneurotischen Selbstdarstellungen von Was-weiß-ich-wem.
Obwohl ich vielleicht nur zwischen 30 und 60 Minuten täglich gefacebookt habe, schätze ich mich glücklich, diese Minuten nun anderweitig einzuplanen.

Was aber noch wichtiger ist: Die zahllosen visuellen Eindrücke und die Flut von absolut unnötigen Informationen belasten nicht länger meinen Geist. Kein auf Facebook geteilter Schwachsinn beleidigt meine Intelligenz.
Wir müssen genug Reize ertragen, findet ihr nicht auch?
Ich fühle mich befreit.
Es gibt ein Leben nach und ohne Facebook.
Ich brauche sowas einfach nicht, denn mein Leben findet hier statt, live und in Farbe, und wer mit mir bekannt sein will oder gar eine Freundschaft begründen möchte, weiß, wie und wo er mich findet – ganz ohne FB.

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Wahrheitsfindung ist einfach schwer

Jedenfalls, wenn man nach der einen Wahrheit suchen muss. Erst recht dann, wenn mehrere Personen mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen auf eine Sachlage (oder auch auf eine Person) gemeinsam die Wahrheit finden wollen.

Unterm Strich bleibt: Vertrauen

Also ist Wahrheit abhängig vom Vertrauen, das ich in einer Sache oder zu einer bzw. mehreren Personen habe? Zu einem Teil gewiss. Aber das mit dem Vertrauen ist ja auch so eine verzwickte Sache. Vertrauen ist ziemlich gefährdet, da es immer Menschen gibt, die einen hinters Licht führen (wollen). Wenn es ihnen gelingt, aber irgendwann doch die Wahrheit herauskommt, ist das Vertrauen … na, zumindest beschädigt. Und je nach Wichtigkeit einer Angelegenheit kann das Vertrauen auch ganz futsch sein. Schlimm.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Vertrauen nichts ist, das ich mit dem Verstand erzeuge, erhalte oder eventuell verliere. Vertrauen ist ein tiefes Gefühl von Sicherheit; einmal in mich selbst und dann in eine Sache oder Person. Und wenn es enttäuscht wird, beschädigt oder futsch ist, braucht es lange, bis es wiederkehrt. Denn: Ein Gefühl kann nicht mit guten Worten wiederhergestellt werden oder durch den Verstand erzeugt. Ein Gefühl wird stets durch ein anderes ersetzt. Vertrauen wird zum Misstrauen, und umgekehrt schwindet das Misstrauen allmählich, wenn das Gefühl (!) des Vertrauens wieder einzieht.

Keine Grauzonen dazwischen

Es gibt tatsächlich keine Schattierungen zwischen Vertrauen oder Misstrauen. Entweder vertraue ich oder ich misstraue. Solange kein Misstrauen in mir spürbar ist, kann sich Vertrauen in etwas oder jemanden ganz unvoreingenommen und entspannt entwickeln. Und weil das recht lange dauern kann, ist das Vertrauen, wenn es da ist, so wertvoll.
Misstrauen kann von Beginn an vorhanden sein; warum auch immer. Auch dieses Gefühl ist eben einfach da und funkt aus dem Bauch heraus ins Hirn, lässt mich wachsam sein, manchmal ohne konkreten Grund. Dann Vertrauen zu entwickeln ist schwerer, aber nicht unmöglich.
Innerhalb von Vertrauen und Misstrauen – wenn man jedes für sich sieht – sind Grauzonen vorhanden. Mir kommt gerade in den Sinn, dass Vertrauen von „unten nach oben“ und Misstrauen von „oben nach unten“ wächst. Vertrauen ist ein kleines Saatkorn, das allmählich aufgehen kann und erblüht. Misstrauen ist anfangs häufig stark und groß, aber je mehr das kleine Saatkorn des Vertrauens erblüht, umso mehr fällt das Misstrauen in sich zusammen.
Ist das dazwischen dann nicht doch eine Grauzone? Mhm. Vielleicht, wenn man zwischen beiden abwägt. Aber das halte ich für Berechnung, finde ich nicht gut.

Gefühle sind nicht rational

Das ist einfach so – Punkt.
Ja ja, ich höre schon den Widerspruch mancher Zeitgenossen, dass unsere Gedanken sehr wohl Gefühle erzeugen. Im Coaching, in der Psychologie bin ich auch etwas zu Hause. Aber dennoch behaupte ich, dass so starke Gefühle wie Vertrauen und Misstrauen nicht allein durch die Gedanken zu einer Person oder einer Sachlage erzeugt werden können; erst recht lassen sie sich nicht wegdenken. Unser Bauchgefühl ist ziemlich beharrlich und die Gefühle nur schwer zu verdrängen.
Zumindest kehren sie in schöner Regelmäßigkeit unser Leben lang wieder, krabbeln aus dem Unterbewusstsein, in das wir sie sicher eingesperrt glaubten. Stellen wir uns also lieber unseren Gefühlen und betrachten sie mit Klugheit und Verständnis …

Was ist nun mit der Wahrheit?

Schwer. Echt schwer, kann ich euch sagen!
Vielleicht gibt es in manchen Angelegenheiten tatsächlich nicht die eine Wahrheit?
Vielleicht liegt es ja daran, dass Wahrheit kein Gefühl ist? Der Gedanke kommt mir erst jetzt, bin überrascht. Was ist denn dann Wahrheit? Ein Konstrukt von Fakten, die beweisbar sind, und wie Worte auf einem weißen Blatt Papier festgeschrieben werden können?
Da bin ich wieder beim Vertrauen und Misstrauen. Dreh mich im Kreis.

Meine Lösung

Ob es eine ist, lasse ich dahingestellt sein. Aber es ist meine Art, mit der Diskrepanz zwischen Vertrauen und Misstrauen umzugehen, wenn sie sich einstellt und eine Wahrheit infrage stellt. Merkt ihr was? Ich habe „eine“ Wahrheit geschrieben … das lässt ja tief blicken, und ich muss da sicher noch eruieren.
Aber bleiben wir zunächst mal bei meiner Lösung. Einige Male in meinem Leben kam ich in eine Situation, in der ich plötzlich nichts fühlte. Beim ersten Mal ein Schock! Das kannte ich nicht. Dieses Nichts. Diese Leere. Und ich musste lange darüber nachdenken. Bei genauer Betrachtung kam ich darauf, was das ist.
Wenn etwas, das mir jemand sagt, oder sein Verhalten sich konträr zum stets Geäußerten zeigt, wenn sich alles ebenso wahr wie gelogen bzw. irreführend/gespielt/völlig unauthentisch anfühlt, dann entsteht dieses Nichts. Und dann gibt es weder Vertrauen noch Misstrauen, sondern einfach Leere. Ich lernte, diesem Gefühl von Leere zu vertrauen und es anzunehmen. Die Folge: Mein Verstand begann gar nicht erst, misstrauische Gedanken zu spinnen, da sie stets in ein Nichts führten.

Inzwischen bin ich fast sicher, dass Wahrheit in ein und derselben Angelegenheit für mehrere Beteiligte ein etwas anderes „Gesicht“ haben kann. Letztlich liegt es in jedem Einzelnen, zu entscheiden, was ihm wahr erscheint und was nicht.
Und ich überlege gerade, ob das – manchmal zumindest – wirklich so bedeutsam ist, die/nur eine Wahrheit unbedingt finden zu wollen, sie dann schließlich sogar zu zementieren – Fragezeichen.

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Was ist Wahrheit?

Seit zwei Tagen zerbreche ich mir den Kopf über diese Frage. Stets dachte ich, eine Sache habe immer nur eine Wahrheit. Doch inzwischen frage ich mich weiter:
Wie viele Wahrheiten kann es in einer Sache geben?
Ist das von der Zahl der Beteiligten abhängig?
Sind diese Wahrheiten von den jeweiligen Intentionen geprägt?
Und nutzt jeder sie dann für seine Zwecke?
Sind bestimmte Wahrheiten nur für bestimmte Personen in der Sache gedacht –
oder auch erdacht?

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