Nichts als Etiketten

Manche Menschen lernen oder studieren gar im Laufe ihres Lebens mancherlei. Ich, zum Beispiel, bin ein derart neugieriger und wissensdurstiger Erdbewohner, dass ich mich auf alles stürze, was Fragen bei mir aufkommen lässt, solange ich denken kann. Weckt etwas mein Interesse, griff und greife ich zur entsprechenden Literatur – früher viele Lexika, Sach- und FachBÜCHER, heute u. a. Google als Suchmaschine, um entsprechende Websites zu finden bzw. Buchempfehlungen, Artikel, Hinweise auf Fachartikel zu erhalten. Die Themen? Oh weh! Wo fange ich an, wo höre ich auf? Archäologie, Biologie, Medizin, Psychologie, Naturheilkunde, Erd- und Weltgeschichte (für mich nicht dasselbe), Politik u. v. m. … und in allen Bereichen wiederum zahllose Fach“zweige“, die mein besonderes Interesse weck(t)en.
Dieses Vorgehen hat mir viele Fragen beantwortet und dazu geführt, dass ich über breitgefächertes Wissen verfüge, welches ich durch Gespräche mit Fachleuten aus dem jeweiligen Fachgebiet nicht nur vertiefte, sondern bereichernd zu ergänzen wusste oder falsch Verstandenes korrigieren konnte. Ich genieße es, z. B. mit einem Arzt oder einer Ärztin quasi auf Augenhöhe über Diagnostik und die ggf. notwendige Therapie sprechen zu können. Gut, die meisten Ärzte mögen das nicht gerne, aber solche suche ich dann auch nicht mehr auf.

Aber!

Niemals würde ich mich als „Archäologin“ oder „Heilpraktikerin“ oder „Psychologin“ verkaufen. Obwohl ich sehr wohl eine Ausbildung in Naturheilkunde sowie ein kleines psychologisches Studium (mit Abschlussnote 1,2) abgeschlossen habe, praktizierte ich beides nie – jedenfalls nicht beruflich. Im Leben hilft es mir, und ich nutze das studierte Wissen und die erarbeiteten Praktiken manchmal, wenn sich die Notwendigkeit ergibt. Aber die Etiketten hefte ich mir und lasse ich mir nicht an die Stirn pappen.
Was ich beruflich mache, tagtäglich, seit vielen Jahren, das würde ich – wenn es denn unbedingt sein müsste – mir als Etikett oder Button ans Revers pieksen lassen. Hierbei verfüge ich über reichlich praktische (!) Erfahrung zusätzlich zum Gelernten und Studierten, was laufend aktualisiert wird. Darin bin ich wirklich FACHFRAU. Darin bin ich EXPERTIN.

Lauterbach

Höre ich Seufzer? Sehe ich euch mit den Augen rollen? Da bin ich ganz bei euch.
Heute früh beging ich einen großen Fehler: Ich schaltete das ARD Morgenmagazin ein.
Ganz ehrlich? Lauterbach auf nüchternen Magen ist schwer verdauliche Kost.
Dass er so überhaupt nicht „mein Typ“ ist und auch für eine Person des öffentliche Lebens meiner Meinung nach so wenig gepflegt daherkommt sowie in Haltung, Mimik, Gestik und Sprache auf mich in keiner Weise respektabel wirkt, dafür kann er eben nix. Zudem befindet er sich in guter Gesellschaft, denn diese meine Beschreibung passt auf etwa 90 % aller Politiker. Niemand kann von allen für ansehnlich, gar hübsch und respektabel empfunden werden, auch ich nicht.
Lauterbach kann aber auch sonst von dem, was er verbal von sich gibt, nix.
Okay, sagen wir wenig.
Seit Monaten verkaufen uns die Medien diesen Politiker (und in meinen Augen ist er nur das) als „Gesundheitsexperten„. Und in dieser Rolle hat man ihn ordentlich verschlissen, finde ich. Wer laufend vor irgendwelchen Kameras und Mikrofonen Schwachsinn von sich geben muss, ist irgendwann gestresst, denke ich. Wer von einer Talkshow in die nächste düst und … hier kommt nochmal das mit dem Schwachsinn … Sicher erinnern wir uns an den kleinen Ausschnitt von „Maischberger die Woche“ in der ARD, in dem er bezüglich des Maskentragens und Abstandhaltens beim Gruppenfoto nach der Bundestagswahl im Interview mit Frau Maischberger wild und wenig glaubwürdig herumrechtfertigte und eine ziemlich schlechte Figur abgab. Also der lässt ordentlich Federn, oder nicht?
(Und eigentlich hätte man die versammelten Herrschaften anzeigen müssen, weil sie die Corona-Regel missachtet haben … die Staatskasse hätte es gefreut. Doch wo keine Kläger, da keine Richter … Richter? Richter …? Was war das noch? Das ist böse, ich weiß. Schlimmer ist „Kläger“!!! WO SIND SIE DENN? WO LAUFEN SIE DENN?)
Sorry, ich bin abgeschweift, das muss der Lauterbach-Effekt sein, die 96. Welle.

Aber zurück zum Thema:
Ich meine, schaut ihn euch an. Hört seine Aussprache. Er wirkt erschöpft und die Sprache ist schlimmer als nur „verwaschen“. Das kann ihm eigen sein, aber auch bei Verspannung durch Stress kann Sprache undeutlich werden. Heute Morgen fiel es mir extrem auf, und ich musste meine Lauscherchen schon ordentlich aufsperren, um ihn überhaupt zu verstehen.
Aber ich war nach dem Schock, dass sein Konterfei auf dem Bildschirm gleich nach Einschalten riesengroß aufploppte, so mutig, tapfer durchzuhalten und ihm zuzuhören.
Der Schwachsinn ist immer noch derselbe. „Die Kinder schützen …“, sagt er zum Beispiel Wir wissen doch inzwischen, dass die Impfung im Grunde genommen keine ist, dass sie nicht immunisiert, dass sie nur (!) schlimme Verläufe mildert (und manchmal auch das nicht). Das Wort Immunisierung ist übrigens immer dünner geworden und fällt bei den Öffentlich-welchenrechtsauchimmer inzwischen kaum noch. Passt ja auch nicht, weil es nicht korrekt ist.
Hört und liest dieser „Experte“ denn die Meldungen von Nebenwirkungen und Todesfällen nach Impfung nicht, die beim Paul-Ehrlich-Institut eingehen? Hat der allgemein herrschende Schwachsinn ihn womöglich blind und taub oder – noch schlimmer – ein potenzieller, persönlicher Größenwahn (er könnte ja demnächst neben dem „Experten“ auch noch Gesundheits-„MINISTER“ werden) völlig ignorant gemacht?
Für Macht gehen die meisten Politiker, meines Erachtens, über Leichen.
Beim letzten Gedanken wird mir ganz schwindelig.

Etiketten, Etiketten, Etiketten …

Mr Lauterbach hat mal Medizin studiert (also ähnlich wie ich und zahllose andere, etwas gelernt und studiert, sich also Wissen angeeignet) … wie Wikipedia zu entnehmen ist. (Ich hoffe, nicht er selbst ist Autor des dortigen Artikels*); denn sogar ich werde oft gefragt, ob ich nicht über mich bei Wikipedia mal was einstellen möchte – NEIN, möchte ich nicht!!!) Bei Mr Lauterbach ist so dies und das noch hinzugekommen, wofür es auch Titelchen gab. Doktortitel und Professur sogar … wie im Artikel zu lesen steht .
Aber praktiziert hat dieser Politiker nie. Er mag nach dem Studieren und der Mitarbeit hier und da in grauer Vorzeit über einiges an (theoretischem) Wissen und alte Erfahrung verfügen, aber ich zweifle daran, dass er sich fortlaufend weitergebildet hat, um auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu sein.
Gerade in der Medizin ist heute vieles nur noch angelerntes, also eher Papier“wissen“. Nach dem Studium sind es die Pharmareferenten, die das medizinische Grundwissen eines niedergelassenen Arztes mit Fakten zum, zu einer Therapie passenden, Medikament mittels Beipackzettel ergänzen. Man „liest sich Aktualität an“, die dann praktiziert wird, so fühlt sich das jedenfalls an. Die Referenten vertreten die Riesenpharmakonzerne, die Präparate herstellen, welche in erster Linie verkauft werden sollen, müssen …
Ärzte jedoch bilden sich weiter. Und wenn sie richtig gut sind, bleiben sie Mensch und sehen ihre Patienten auch als solche im Ganzen. Zugegeben, das ist höchst selten geworden, aber soll noch vorkommen.

Nun hat man im TV dem „Gesundheitsexperten“ in einer sekundenlangen Einblendung zwei weitere Etiketten hinzugefügt: Virologe und Epidemiologe. Ihr hättet meine Augen sehen sollen: erst kugelrund, dann vor Schreck geweitet. Wie kann eine öffentlich-wasauchimmer-rechtliche Anstalt diese Bezeichnungen unter den Namen „Dr. Karl Lauterbach“ setzen? Die haben vermutlich Wikipedia konsumiert, kann anders gar nicht sein. Aber ich will mich nicht darin ergehen, den schwererkrankten Journalismus in Deutschland und der Welt zu bejammern. Doch Fakt ist, wenn die gut 2/3 der deutschen Bevölkerung, die „geimpft“ sind, sich ihr tägliches Bonbon namens „Hirnwäsche“ im Morgenmagazin oder den später folgenden Tagesschau-Sendungen abholen, werden sie genau das lesen. Sie werden es in ihren Köpfen speichern bei all dem anderen Müll, der seit fast zwei Jahren medial serviert wird, und werden denken (???), DAS muss der nächste Gesundheitsminister werden, denn er ist ja nicht nur Arzt und Experte, sondern er ist ernst zu nehmen, weil das TV ihn ständig zeigt, wenn er Klartext spricht. (lach, lach, lauterbach)
Schon Robin Williams sagte in seiner Rolle als Tom Dobbs im Film „Man of the Year“ (von mir jetzt nur sinngemäß wiedergegeben): Die Menschen glauben, was im Fernsehen gezeigt und gesagt wird. Was im Fernsehen gezeigt wird, ist WAHR. Und wenn wir nur (!) die letzten zwei Jahre die über das TV verbreiteten Informationen Revue passieren lassen, und schauen, wie die Menschen, also die der breiten Masse, gläubig dem Gesehenen und Gehörten folgen, wird ganz schnell klar, dass Mr Lauterbach ab sofort auch als Virologe und Epidemiologe angesehen und akzeptiert wird. Dass er weder das Eine noch das Andere ist und in seinem Kopf auf dem wirklich neusten Stand haben kann, dass er keine aktuelle Erfahrung über die theoretische Beschäftigung mit Covid 19 hinaus in den genannten Bereichen haben kann, interessiert indes niemanden.
Wer nicht denkt, nicht nachdenkt, zweifelt nicht. Wer Zweifel in sich aufkommen lässt, weil er doch mal gedacht hat, fühlt sich schnell unbehaglich, und das will die breite Masse lieber nicht. Wer sich doch traut zu zweifeln und Zweifel schließlich sogar äußert, macht sich heutzutage zum Außenseiter – oder …

Wie man die Menschen nennen könnte und leider auch nennt, die nicht dem Mainstream folgen, überlasse ich euch.
Aber hier muss Schluss sein mit jeglicher Etikettierung 😉

*) Kleiner Nachtrag: Nein, Mr lauterbach hat den Artikel nicht selbst verfasst. Es gibt 193 Schreiberlinge, die den Artikel zusammengestellt und ständig überarbeitet haben. Letztmalig am 30.09.21

Foto von kalhh http://www.pixabay.com

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