!?Aussteigen?!

… und ich träume von (gar nicht) fernen Ländern …

Wohin? WOHIN?

Wir werden sehen 😉 Schon als Kind fand ich die Idee sehr reizvoll, wenn meine Eltern von Umzug oder sogar von „Ausland“ sprachen. Okay, bei Ausland ging es „nur“ um Frankreich und dahin „nur“ kurz hinter die Grenze. Aber, hey, ich war Kind, und für mich erschien Frankreich wie ein anderer Planet. Es juckte mir in den Füßen, zu gehen.

Auswandern?

Jaaa, daran habe ich über Jahrzehnte hinweg immer wieder gedacht. Es sogar konkretisiert. In einer Phase langer Arbeitslosigkeit stieß ich auf eine Annonce in der Zeitung: Ein Architekt, alleinerziehender Vater mit drei Kindern in Australien, suchte Betreuerin für Kinder und Haus … Ich hab ja selbst drei Kinder, war alleinerziehend, und einen Haushalt mit 5 Personen hatte ich neben Job und Studium immer gut organisiert im Griff …
Aber es kam gar nicht erst zu einer Bewerbung, denn zuvor besprach ich das mit dem letzten meiner noch im Haushalt lebenden Kinder, und meine Tochter lehnte ab. Drei Jahre zuvor hatte sie bereits mein Ansinnen, nach Kanada zu gehen, strikt zurückgewiesen: „Nee, Mama. Ich will nicht hier weg.“ Ihre Freunde, die Schule … Ja, ja, ich verstand, aber ich war auch traurig, denn dieses Jucken in meinen Füßen blieb.
Zurück zur Gegenwart. Tja, also nicht erst seit „Corona“ verstärkt sich das Jucken in meinen Wandersfüßen. Offen gestanden habe ich lange schon Zweifel, ob es hier wirklich noch sooo lebenswert ist wie immer behauptet wird. In mancher Hinsicht ist es ganz sicher (noch) so, in anderer Hinsicht leider nicht. „Corona“ hat die eine Hinsicht sehr, sehr verstärkt zu Ungunsten der erstgenannten 😦
Die Idee des Auswandern habe ich schon über fast vier Jahre mit einem Cottage in Südwales gepflegt. Doch Great Britain ist kein infrage kommendes Auswanderungsland mehr für mich. Reines Bauchgefühl. Dieser Traum war nach ebendiesen fast vier Jahren ausgeträumt. Andere Länder kommen aber durchaus in Betracht … ich ziehe es ernsthaft in Erwägung.

Hinschmeißen?

Zufällig? Ach, stimmt ja, diese sogenannten „Zufälle“ gibt es ja nicht in meiner Gedankenwelt. „Zufall ist es immer dann, wenn Gott inkognito wirkt“, wo hab ich das gelesen/gehört? Mir gefällt jedenfalls diese Betrachtungsweise genauso wie die andere: Zufall ist es dann, wenn einem etwas zufällt.
Ich höre gern Entspannungsmusik auf YouTube. Dabei erschien im Angebot der Plattform ein Video von Gunnar Kaiser … (vielleicht mögt ihr das einfach mal angucken und zuhören).
Ja, dachte ich, während ich ihm zuhörte, vielleicht ist es an der Zeit, nicht nur übers Weggehen nachzudenken. Dem Denken und Wünschen sollte das Handeln folgen.
Und ich finde es mutig, dass da jemand seinen Job hinschmeißt, ohne genau zu wissen, wie es weitergeht. Dies trifft auf meine (lebenserfahrene) Überzeugung, dass es immer einen Weg und ebenso immer einen AUSweg aus jedweder Situation gibt.
Das setzt voraus, dass man selbst entscheiden kann und eigenverantwortlich handeln kann (und darf!!!) und es auch tut. Das Leben wird aus Mut gemacht, denke ich immer. Zu diesem Gedanken gesellt sich eine Aussage, die ich kürzlich von einem Arzt hörte. Da ging es um Ohnmacht, die nach einer Weile durchaus festen Boden unter die Füße bringt, auf dem man erst stehen und dann auch vorangehen kann …

Aussteigen?

Das ist nicht allein die Frage nach Gehen oder Bleiben. Insofern bin ich längst schon ausgestiegen. Als da wären: Konsumwahn, Verschwendung von Zeit, Energie, Ressourcen … und all das viele andere, von dem der Großteil der Weltbevölkerung glaubt, es zu brauchen, damit ihr Leben „schön“ ist. Auch gesellschaftlichen Zwängen entziehe ich mich, wenn meine Werte nicht im Einklang damit stehen.
Das ist nun der Punkt, an dem kluges Denken, Nachdenken und Handeln ober-wichtig werden.
Wie will ich leben?
Mit wem und wo?
Was kann ich unternehmen, um das zu erreichen?
Es geht immerhin um das 3. Drittel meines Lebens, also um ALLES – wie in einem Eishockey-Match. Da gebe ich ALLES.
Nehmen lasse ich mir NICHTS.

Aussichten!

Das wird eine Plus-Minus-Liste. Ich liebe diese Listen! Es geht nicht um Punktezählung, sondern um das, was in mir geschieht, während ich gelegentlich die Punkte unter + und – eintrage. Es ist ein innerer Bewusstwerdungsprozess, an dessen Ende (? eigentlich endet der nie) sich eine klare Entscheidung herauskristallisiert.
Also schaue ich aufmerksam und sorgsam auf jedes + und jedes – in dieser Zeit.
Die Aussichten erscheinen mir keine guten, und mit dieser Sichtweise bin ich nicht allein. Die Erkenntnis, dass es noch schlimmer wird, bevor es besser wird, bereitet mir Unbehagen. – Ihr wisst schon: Es handelt sich um das 3. Drittel … Zeit-Energie-Ressourcen-Verschwendung kommen nicht infrage! –
Ich lege die Liste sofort auf meinem Tisch bereit …

Foto von fabersam www.pixabay.com

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