Nachdenken, Umdenken, selbst denken

Es fühlt sich ein bisschen wie ein Befreiungsschlag an, was namhafte Schauspieler gerade als Botschaft unter dem Hashtag #allesdichtmachen via YouTube https://youtu.be/0WHnxeS3Fi0 in die Welt entlassen.
Ich finde diese Kampagne sehr gelungen.
Unverständlich erscheint mir, dass diese von einigen Ärzten, Pflegern … und sonstigen Zeitgenossen bewusst missverstanden und fehlinterpretiert werden.
Keiner der teilnehmenden Schauspieler kritisiert deren Arbeit und Einsatz.
Keiner leugnet das Virus und seine Gefährlichkeit für bestimmte Menschen.

Nachtrag:
Und Ärzte machen mit. Hurra!!! https://youtu.be/qhWqATG7oFI

Spiegel

Dabei spiegeln die Schauspieler in ihren kurzen Beiträgen genau das, was in der Gesellschaft eben auch abläuft, mit Ironie bezüglich der Maßnahmen. Sie sprechen mit ihren Beiträgen für all jene, die auch leiden, obwohl sie nicht unmittelbar vom Virus betroffen, nicht infiziert und krank sind, aber unter den „Regeln“ von Abstand-halten, nicht arbeiten können/dürfen, Familie und Freunde nicht treffen dürfen, sich maskieren müssen, teilweise Denunziation und Anfeindungen ausgesetzt sind u. v. m. bis hin zur bedrohten bzw. bereits vernichteten Existenz, weil sie sich auch und trotz allem erlauben, anderer Meinung zu sein.
In ihren ironischen Beiträgen zeigen sie genau das, was ich beobachte und erfahre, wenn ich rausgehe. Und auch ich wurde auf offener Straße „angemacht“, weil ich an der frischen Luft eben keine Maske trage, in einer Art und Weise, wie es Schauspieler Martin Brambach treffend in seinem Beitrag unter #allesdichtmachen darstellt.
Und Ironie erscheint mir geradezu ein Muss, denn ich gestehe ehrlich, dass ich am Rad drehen würde, bediente ich mich nicht gelegentlich der Ironie, weil ich die Maßnahmen völlig daneben finde. Maßnahmen, die keine Veränderung der Situation herbeiführen, die im Gegenteil noch „verschärft“ werden, um weiterhin keine Veränderung zu erreichen.
Wenn ich mich da nicht ironischer Gedanken bediene, sondern mich ernsthaft frage, ob unsere Politiker noch alle Nadeln an der Tanne haben und wahrhaft guter Journalismus über die vergangenen Jahre/Jahrzehnte hinweg zu einer Illusion mutiert ist, müsste ich immer öfter schreiend über die Straße rennen, ob des intelligenzbeleidigenden Blödsinns, der verbreitet wird und den sinnlosen viel eher schädlichen Maßnahmen, die schon ein beträchtliches Maß an Schäden verursacht haben und weiterhin verursachen werden.
Es ist höchste Zeit, aufzustehen! Und ich danke diesen mutigen Schauspielern, genau das getan zu haben.

Eigentor der Kleinsparer

Den Ballon (massenweise Krankheiten physischer wie psychischer Natur infolge der Corona-Maßnahmen und Raub der Grundrechte) der gestartet wurde, sehen die sogenannten Verantwortlichen nicht, weil sie in ihrem Aktionismus nicht mal bis zum Tellerrand geschaut haben, geschweige denn darüber hinaus. Dieser kommt nämlich erst noch auf uns zu und trifft ganz besonders das in ihren Augen jetzt erst so schützenswerte Gesundheitssystem, das sie kurz und klein gespart haben und fortgesetzt kleinsparen. Wo es Engpässe gibt – und die gibt es lange schon viel, viel häufiger und ebenso hart wie jetzt unter „Corona-Bedingungen“ – fällt den „Sparern“ nun die Kiste auf die Füße. Selbst schuld. Ausgetragen wird das auf dem Rücken derer, die sich jetzt wie in den vergangenen ca. 20 Jahren immer schon unter Aufbringung all ihrer Kraft für sehr kleines Geld nicht nur auf Intensivstationen den Arsch aufreißen müssen.
Aber wie immer sind diese sogenannten Verantwortlichen auch großartig darin, keine Verantwortung zu übernehmen. Ein Schwarzer Peter lässt sich doch wunderbar über den grünen Tisch hin und her schieben.

Nachdenken

Ich vermisse das so sehr!!!
Ich bin betrübt darüber, dass selbst gute Freunde von mir scheinbar nicht in der Lage sind, kritisch nachzudenken. Sie glauben einfach, was über die Mattscheibe flirrt und aus den Lautsprecherboxen des Radios tönt. Nehmen widerspruchslos hin, was „jetzt eben sein muss, aber dann wird bald alles besser“. Dass möglicherweise gar nichts mehr besser wird, weder demnächst noch bald, ziehen sie nicht in Betracht.
Ist das Dummheit?
Gab es nicht schon mal Zeiten, in denen die „Schafe der Gesellschaft“ ganz genauso dachten und redeten?
Ich bin auch erschüttert über die Härte ihrer Sprache, ihres Wortgebrauchs.
Es spaltet Familie und Freundschaften.
Beispiel:
Ich hörte in einem Gespräch: „Dann sind wir ja alle geimpft und können mit dem Bus zur Veranstaltung fahren …“
Und ich fragte: „Und die, die nicht geimpft sind?“
Die Antwort: „Die kannste nicht einsteigen lassen.“ –
Mir war, als hätte ich eine Ohrfeige erhalten. Denn mit „Die“ fühlte ich mich angesprochen. Ich will dem Redner zugutehalten, dass er nicht wusste oder daran dachte, dass ich eine „Die“ sein werde. In seinem erschütternd simplen Denken geht er davon aus, dass sich alle impfen lassen müssen. Es kann gar nicht anders sein, als das Impfen zum Gesetz wird.
Ich weiß nicht, was mich trauriger machte. Dass er so kategorisch und eben simpel denkt oder dass ich demnächst als „Die“ ausgeschlossen werden könnte.
Schockiert hat mich der Ton seiner Stimme. Das schmerzte noch mehr.

Umdenken

Andere dazu zu bewegen, das habe ich lange genug versucht. Immer wieder habe ich viel Energie investiert, die kleinen Türen des angstblockierten Verstandes meines Gegenübers mit Argumenten zu öffnen. Aber Angst ist eine so mächtige Kraft, da braucht es mehr als Überzeugung. Umdenken werden diese Menschen leider nur durch Erfahrung.
Das wird bitter, denke ich. Das wird richtig wehtun. Aber wer bin ich, dass ich sie davor schützen müsste? Und wer nicht hören will oder angstbedingt nicht kann, muss fühlen.

Selbst denken

Ich denke selbst. Das lasse ich mir auch nicht nehmen.
Ich sage meine Meinung. Auch das lasse ich mir nicht nehmen/verbieten.
Weder stehe ich auf der einen Seite (Politik, Gesundheitswesen, Medien, Angst-/Panikmacher …) noch auf einer der anderen Seiten (Querdenker, Rechts, Links, Oben, Unten, Hinten, Vorne, Verschwörungstheoretiker, Schwarzmaler …).
Ich stehe einzig auf meiner Seite.
Es ist schwer genug, meinen Kopf über Wasser zu halten, mir eine, wie ich finde, gesunde Lebenseinstellung zu bewahren und im Dickicht von zahllosen Informationen die wenigen zu erkennen, die mir nützlich erscheinen. Ich halte Distanz zu den öffentlich-rechtlichen wie privaten Medien – ja, immer noch bleiben diese „Nachrichten“ ausgeschlossen bzw. abgeschaltet! Und das wird so bleiben.
Meine Seite sucht nicht, sondern erwartet die Wahrheit. Treue Freundin, die immer offenbar wird, wenn die Zeit gekommen ist. Der Weg bis dahin kann mühsam sein, aber er lohnt sich. Wahrheit ist das einzig Befreiende in unerträglichen Situationen.

#allesdichtmachen

Meine Seite … #allesdichtmachen passt gut dazu.
Und dazu stehe ich und nehme auch in Kauf, dass Familienverbindungen und Freundschaften in eine Pause gehen, so traurig das ist.

Foto von geralt www.pixabay.com

2 Kommentare zu „Nachdenken, Umdenken, selbst denken

    1. Ja, ich hatte das Video eher zufällig gesehen, als ich nach einem bestimmten Beitrag unter #allesdichtmachen suchte. Ich war so erleichtert, dass neben allen unkenrufenden Doktoren, Pflegern und Krankenschwestern sich nun Ärzte dieser Kampagne anschließen. Es können gar nicht genug werden.
      Schlimm ist, dass man den Teilnehmern der Kampagne gleich einen Stempel aufdrückt und sie in die „rechte Ecke“, zu Querdenkern und Verschwörungstheoretikern stellt. Die Leute vergessen, dass wir in einer Demokratie leben, und wenn Meinungen zueinanderpassen, dann darf das auch geäußert werden. Also haben Querdenker und Co. jedes Recht sich zu äußern. Einer Meinung zu sein ist nicht gleichbedeutend damit, dass man die Ideologien teilt.
      Empathielosigkeit konnte ich nicht bemerken, das ist wirklich blanker Unsinn. Aber die Menschen verstehen so vieles nicht mehr. Sie müssten ihre Angst überwinden, ihren Verstand benutzen und kritischer denken. Hach, ja. Das Denken haben sich viele abgewöhnt.

      Gefällt 1 Person

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