Wofür Viren gut sind

Ich war krank

Oh ja, krank sein ist blöd. Ich mag es überhaupt nicht, durch einen Infekt komplett außer Gefecht zu sein. So ein Magen-Darm-Virus ist fies, und je nach aktueller Immunitätslage haut es einen mächtig um.
Seit gestern geht es mir deutlich besser, ich fühle mich frischer und irgendwie befreit …

Immunitätslage

Die ist ein bisschen wie das Wetter: wechselhaft. Man kann sich heute noch topfit fühlen und liegt morgen im Bett mit Husten-Schnupfen-Heiserkeit, Darminfekt oder derzeit mit Covid 19 (?vorzugsweise?ausschließlich?). Persönliche Anmerkung: Das in ( ) Stehende bezieht sich darauf, dass es momentan gefühlt gar keine anderen Krankheiten zu geben scheint.

Wer ein weitgehend ausgeglichenes Leben führt, sich ausgewogen ernährt, ausreichend bewegt, glücklich ist mit Partner und/oder Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen, keine wirtschaftlichen Sorgen hat und obendrein das Geld für den Lebensunterhalt in einem Beruf verdient, der ihm Berufung ist … tja, der darf sich oft glücklich schätzen, über eine gute und stabile Immunitätslage zu verfügen. Herzlichen Glückwunsch!

Klar, was nun kommt: Die Kehrseite. Stress auf allen Ebenen.
Menschen, die von einem Ort zum nächsten, von einem Termin zum anderen hetzen, sich nicht mal Ruhe für eine Mahlzeit gönnen, sondern stattdessen unterwegs in den Döner beißen, den sie sich beim Imbiss um die Ecke gekauft haben, und vorwiegend Coffee to go konsummieren, womöglich auch noch rauchen („weil das angeblich beruhigt“) … die zu Hause Tohuwabohu mit einem nervigen Partner und nölenden Kindern erleben … die mit zusammengebissenen Zähnen einen Job machen, den sie selbst nicht gewählt haben, aber den sie brauchen, weil das Geld immer zu knapp ist und die Familie versorgt sein will … die womöglich Schulden haben, kranke Eltern, behinderte Kinder, oder völlig allein und vereinsamt leben, weil zwischen all der Hektik für nichts mehr Zeit bleibt und die Freunde „ausgewandert“ sind … – nein, ein solcher Mensch erlebt eher viele „Hurricans“ in seinem Immunsystem.
Die Gesundheit eines solchen Menschen ist mittel- bis langfristig sehr gefährdet. Und nicht nur anfällig für Viren.

Und …

es erwischt sie beide: den gesunden, vor Vitalität strotzenden Zeitgenossen wie den vielgeplagten Büroangestellten, Bauarbeiter, Straßenkehrer, Bäcker, Schreiner, Manager (der Beruf ist einerlei). Den Erstgenannten allerdings meist nicht so heftig, den anderen schon.
Viele Attacken der unsichtbaren, oft namenlosen Feinde bekommen wir aber alle gar nicht mit. Weil unser Organismus schon mal Bekanntschaft mit ihnen machte zum Beispiel, oder weil die Immunitätslage gut ist; beim einen grundsätzlich, beim anderen ausnahmsweise mal.

Viren sind wichtig

Mich hat’s also nun auch mal umgehauen. Das ist nicht schön, sondern sogar äußerst unangenehm und schmerzhaft, aber sinnvoll. Und ich will euch erklären, warum.
Während wir manchmal mit einem heftigen grippalen Infekt kämpfen, der uns sogar mit Fieber unter der Bettdecke hält, denken wir, dass es nur dieser Infekt ist, der uns plagt und ärgert. Doch weit gefehlt. Unser Körper nutzt jeden Infekt auch, um auf- und auszuräumen.

Eigentlich logisch. Wenn die Körperpolizei – also das Immunsystem – schon mal auf Hochtouren arbeitet, putzt es übrig gebliebenen „Infektmüll“ aus dem Körper. Nicht zuletzt deswegen ist auch Fieber so wichtig. Die Überwärmung auch der inneren Organe sorgt für einen entsprechend beschleunigten Stoffwechsel. Man sollte also Fieber, solange es sich in Grenzen hält und erträglich bleibt, nicht dämpfen mit Medikamenten.
Medikamente beeinflussen u. U. auch die so wichtige Funktion er Leber bei Infektionen. Kurzer sehr informativer Beitrag mit den wesentlichen Infos gibt es HIER.
Und ich hab genau das gerade wieder erlebt. Nein, Fieber hatte ich nicht. Aber seit zwei, drei Wochen hatte ich sowas wie einen, ich nenne es Möchtegernschnupfen. Keine wirkliche Erkältung, aber Niesen, die Nase ist ein bisschen verstopft, gelegentlich kratzt es im Hals, aber das Ganze will nicht in die eine und nicht in die andere Richtung. Das ist blöd. Aber kaum hatte ich die ersten zwei Tage mit Magenkrämpfen und Erbrechen hinter mir, löste sich das, was in den Nebenhöhlen so rumlagerte, und was Kratzen im Hals verursachte, löste sich mit ein wenig Verschleimung in Wohlgefallen auf. Auch die Ohren, die von der verstopften Nase etwas „beschlagen“ schienen, waren plötzlich frei. Rücken- und Nackenverspannungen ließen nach und sind inzwischen weg.

Dafür also sind sie gut …

die Viren. Ich hab es auch mal wieder nachgelesen. Man vergisst solche wichtigen Informationen ziemlich schnell, wenn es einem meistens gutgeht.
Und die Aussage eines Allgemeinmediziners aus der Schweiz, der vor allem der Naturheilkunde zugetan ist, besagt: Jeder Infekt ist für den Körper eine Chance.

Wie übrigens Covid 19 auch, sofern man nicht an einer anderen schweren Krankheit leidet, bereits alt ist und naturgemäß ein kaum noch vorhandenes Immunsystem hat.
Die Bekanntschaft mit dem Virus ohne Einfluss irgendeines Medikaments bzw. einer Impfung wäre für alle „normal“ Gesunden von uns (über-)lebenswichtig.
Doch leider verwehrt man uns, den Organismus selbst entscheiden zu lassen, ob er damit Bekanntschaft machen muss oder nicht – Letzteres, weil er diesen Corona-Abkömmling bereits kennt.


Image by congerdesign from Pixabay

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